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Einen zweiten Blick wert? Beta-Tester für Google Plus gesucht

Geschätzte Lesezeit: ca. 3 Minuten

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von Dennie Beneke (@debeneke)-

Totgesagte leben länger, wie es so schön heißt, denn Google hat den Kampf um seine soziale "Geisterstadt" noch nicht aufgegeben. Jetzt wendet sich der Dienst an die Treuesten der Treuen und sucht nach Beta-Testern für neue Funktionen und Updates. Gelingt so abermals der Neustart?

Nutzt hier noch jemand Google+? Falls ja, könnt ihr euch und dem Dienst einen Gefallen erweisen, in dem ihr als Beta-Tester für neue Funktionen bereitsteht. Alles, was dafür nötig ist: Ihr seid aktiver Power-User des Netzwerks, begeistert euch für die neuen Updates und Features und beantwortet einen Fragebogen - schon bildet ihr die Speerspitze des nächsten Anlaufs.

Denn wie das deutschsprachige GoogleWatchBlog berichtet, kommt wieder Bewegung in Google+, das schon Anfang des Jahres ein kurzes Early-Access-Programm für Beta-Tester startete, aber nach neun Tagen wieder schloss. Ob es am großen Andrang lag, oder eher am Desinteresse?

Gelingt Google+ der nächste "neue" Anlauf?

Google+ Post, in dem nach Beta Testern gesucht wird

Auf der eigenen Seite sucht das Social Network nach passionierten Anwendern, die Google+ Beta-Tester werden wollen.  

Quelle: (Screenshot)  Google Plus 

Google+ Post, in dem nach Beta Testern gesucht wird

Auf der eigenen Seite sucht das Social Network nach passionierten Anwendern, die Google+ Beta-Tester werden wollen.  

Quelle: (Screenshot)  Google Plus 

Ich konnte dem Netzwerk bislang nicht viel abgewinnen und habe mich dort immer äußerst bedeckt gehalten - auch wenn man der Plattform aus rein beruflicher Sicht nicht den Rücken zukehren sollte. Für die Nutzer ist Google+ der "heilige Gral", ein Rückzugsort der "digitalen Elite", das Tummelbecken der "Early Adopter". Hier wird noch ehrliches Netzwerken betrieben, gefachsimpelt und sich ausgetauscht - ohne die störenden Nebengeräusche junger Teens und "besorgter Bürger", die sich mit ihren Selfies profilieren oder mit der groben Keule über politische Themen wettern. Man bleibt halt gern unter sich.

Diese zugegebenermaßen zugespitzte Sichtweise beschreibt eines der Hauptprobleme des Netzwerks, das den Ruf einer Geisterstadt nach der anfänglichen Euphorie nie so recht ablegen konnte. Die Nutzerzahlen stagnierten - bereits 2015 täuschte die Zahl der registrierten Nutzer mit rund 2,4 Milliarden über die tatsächliche Nutzung von Google+ hinweg.

Nach außen positionierte man sich selbst als ernst zu nehmender Facebook-Konkurrent, während Versuche, den Dienst nachhaltig und breit zu etablieren durch eher unbeholfen wirkende Maßnahmen scheiterten. Vor allem die Zwangsverknüpfung mit YouTube stieß vielen Nutzern sauer auf, denn ohne Google+ ließen sich beispielsweise keine Kommentare mehr posten oder ein neuer Account erstellen. Auch das stetige Hin und Her bei der Einführung neuer Funktionen und deren Verschwinden ließ die breite Masse eher mit Fragezeichen zurück.

Nun ist 2017 und was im November 2015 mit dem Relaunch seinen Anfang nahm, soll in der Zukunft deutlich erweitert werden - auch durch Beta-Tests. Die Fans von Google+ schwören sowieso auf den Dienst, der sich nach vielen Veränderungen mehr nach communitybasierter Diskussionsplattform anfühlt, als wie ein reines Social Network. Auch die Beiträge und Diskussionen an sich seien von "höherer Qualität" als in vergleichbaren Netzwerken. Es bleibt also abzuwarten, ob Google+ der Spagat gelingt, der nötig ist, um sowohl die breite Masse als auch die alteingesessenen Veteranen des Netzwerks anzusprechen. Bis dahin bleibt Google+ wohl weiterhin das Tummelbecken der "digitalen Elite".

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