Symantec veröffentlicht Forschungsergebnisse

Erpresser-Trojaner: Zahl der Opfer steigt immer weiter

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Das IT-Sicherheits-Unternehmen Symantec offenbart in seinem neuesten Sicherheitsbericht erschreckende Erkinntnisse. Demnach sei die Gefahr, Opfer eines Erpresser-Trojaners zu werden, heute so hoch wie nie.

56.000 Opfer in einem Monat

Ob der heimische PC, das Smartphone oder sogar der Fernseher: Die Entwickler der perfiden Erpresser-Trojaner werden immer dreister. Auf die durch die Malware hervorgerufene Sperre der Hardware reagieren viele Nutzer panisch und zahlen teils Unsummen an die anonymen Erpresser. Das IT-Sicherheits-Unternehmen Symantec hat jetzt Forschungsergebnisse veröffentlicht, nach denen der Schädlingsbefall sogar auf Firmenrechnern derzeit deutlich zunehme.

"Die durchschnittliche Lösegeld-Forderung hat sich mehr als verdoppelt und liegt nun bei 679 US-Dollar."

Symantec Security Response

Laut Symantec ist die Zahl der Infizierungen allein im März auf 56.000 angestiegen - dies sei das Doppelte der gewöhnlichen Anzahl, wobei Deutschland zu den "Top 10" der am meisten von Ransomware betroffenen Länder gehöre. Knapp die Hälfte der Betroffenen seien Mitarbeiter in Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche. Im Durchschnitt errechneten die Experten eine Lösegeldsumme von stattlichen 679 Dollar pro Erpressung.

Zugriffserlaubnisse genau prüfen

Um die Gefahren so gut es geht zu umgehen, raten die Forscher zur Verwendung starker Passwörter, die keinesfalls mehrfach verwendet werden und regelmäßig ausgetauscht werden sollten. Es sei außerdem ratsam, bei der Installation neuer Hard- oder Software die Zugriffserlaubnisse auf Daten zu checken: Ist beispielsweise ein Remote-Zugriff für die Verwendungszwecke nicht unmittelbar ersichtlich, sollte dieser deaktiviert werden.

Die Experten raten zudem zu umsichtigem Umgang mit Social Media. Links in Mails oder Nachrichten, besonders wenn sie von unbekannten Quellen stammen, sollten im Zweifel einfach ignoriert werden. Wenig überraschend rät der Hersteller eben jener Produkte zuletzt auch zu der Verwendung hoch entwickelter Sicherheits-Software. Ein "einfacher Schutz" sei heute, gerade im Hinblick auf Gefahren durch Ransomware, nicht mehr ausreichend.

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