IT-Sicherheitsunternehmen warnt

ESET: So verhindert ihr Identitätsdiebstahl in sozialen Medien

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Identitäten von Nutzern sozialer Medien werden immer häufiger völlig automatisiert gestohlen. Davor warnt jetzt das IT-Sicherheits-Unternehmen 'ESET'. Beunruhigend: Immer öfter treffe dies nicht nur Prominente und Influencer, auch Privatpersonen würden regelmäßig attackiert.

Erlebt haben das sicher schon die meisten: Freundschaftsanfragen von Facebook-Kontakten, mit denen ihr eigentlich längst verbandelt seid. Oder ihr habt selbst schon einmal feststellen müssen, dass ein virtueller Doppelgänger von euch sein Unwesen in sozialen Medien treibt. Diese Art von Identitätsdiebstahl ist kein Einzelfall. Und er ist nach wie vor hoch im Trend bei Cyberkriminellen, wie jetzt das IT-Sicherheitsunternehmen 'ESET' warnt.

Identitätsdiebe setzen auf Arglosigkeit der Nutzer

Zugute komme den Persönlichkeitsdieben dabei besonders die Arglosigkeit vieler privater Nutzer, private Daten würden inzwischen automatisiert abgeschöpft: "Skripte scannen ohne menschliches Zutun die Social Media Plattformen nach geeigneten Profilen, um dann persönliche Bilder und Account-Informationen abzugreifen", erklärt der ESET-Mitarbeiter Thomas Uhlemann. Ist das Skript erfolgreich, könnten aus den geklauten Daten - darunter Bilder, Kontakte, Adressen, Hobbys und dergleichen - Fake-Profile erstellt werden, die den Originalen täuschend ähnlich sehen.

Mit meinen Bildern ist schon sehr viel Schindluder betrieben worden.

Patrick Biedenkapp

Ein denkbar lukratives Ziel für solche Angriffe sind Influencer - der Pilot und Reiseblogger Patrick Biedenkapp habe das schon oft am eigenen Leib erfahren müssen.

Mehrfach schon seien automatisierte Biedenkopf-Doppelgänger auf Instagram aufgetaucht, die Flugschülern mit getürkten Jobangeboten falsche Hoffnungen gemacht oder Besucher seines Profils auf zwielichtige Seiten weitergeleitet haben.

Schutz gegen Persönlichkeitsdiebstahl ist kein Hexenwerk

Verglichen mit öffentlichen Personen wie Patrick Biedenkapp haben Privatpersonen glücklicherweise etwas wirkungsvollere Werkzeuge an der Hand, die Identitätsdiebstahl vorbeugen können: Influencer müssen ihre Konten öffentlich machen - Privatpersonen nicht. Stellen diese ihren Instagram-Account auf privat, müssen neue Besucher zwar jedes Mal vom Account-Inhaber bestätigt werden. Unerwünschte Personen oder eben Skripte können so aber effektiv ausgesperrt werden. Insgesamt empfiehlt ESET drei Schritte, die dafür sorgen, dass eure Identität nicht gestohlen wird:

1. Einzigartige E-Mail-Adressen für jeden Social-Media-Account verwenden: Diebe können mit derselben E-Mail-Adresse nicht in mehrere Accounts einbrechen, der Schaden wird minimiert.

2. 2-Faktor-Authentifizierung: Nutzt bei der Anmeldung einen zusätzlichen Kanal. Lasst euch zum Beispiel eine SMS mit einem Anmeldecode auf das Smartphone schicken. Bei Twitter etwa lässt sich das unter dem Menüpunkt 'Einstellungen und Datenschutz' einrichten.

3. Account auf 'Privat' umstellen: Skripten ist es somit nicht möglich auf eure Fotos zuzugreifen, wenn ihr es ihnen nicht erlaubt. Schiebt dafür in den Instagram-Privatsphäre-Einstellungen den Slider auf 'Privates Konto'.

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