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Sie zerstören unsere Gesellschaft

Ex-Mitarbeiter von Facebook und Google warnen vor sozialen Medien

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von Benjamin Krämer -

Soziale Medien zersetzen unsere Gesellschaft, machen süchtig und verändern uns als Menschen ins Negative - das sind nur einige Aussagen mehrerer ehemaliger Mitarbeiter von Facebook und Google, die jetzt Alarm schlagen: Es muss sich etwas daran ändern, dass Internetgiganten an unserer Sucht Geld verdienen. Aber wie?

Social Media macht süchtig. So weit, so bekannt. Das liegt allerdings weniger in deren Beschaffenheit und dem Verhalten der Nutzer begründet, sondern in den Zielen von Facebook, YouTube und Co: Sie wollen uns abhängig machen und zu immer mehr Konsum antreiben, weil sie daran Geld verdienen. Ein Beispiel sind die automatisch weiterlaufenden Videos bei YouTube, die damit erreichen wollen, dass wir immer weiter schauen. Das stellen nun Persönlichkeiten wie Tristan Harris, ehemaliger Designethiker bei Google, oder Justin Rosenstein, der Erfinder des Like-Buttons bei Facebook, fest.

Instagram zerstört Selbstbewusstsein, Facebook entzweit

Noch EIN Video ... noch EINMAL im Newsfeed herunterscrollen ... noch EINMAL nachschauen, wie die Reichen und Schönen bei Instagram aussehen ...

Diese beiden Männer stehen an der Spitze einer wachsenden Bewegung von Experten, die vor den Folgen der Geschäftsmodelle sozialer Medien warnen. So sei etwa an der letzten US-Wahl und zunehmendem Nationalismus durch die Verbreitung von 'Fake News' erkennbar, welch immensen Schaden sie in ganzen Gesellschaften anrichten können.

Instagram beispielsweise gaukle seinen Nutzern ein perfektes Leben vor, das zu bleibenden Schäden im Selbstbewusstsein seiner Zielgruppe führe, aber als eine Form des Eskapismus süchtig mache - #nofilter.

Als Lösung wollen sie Millionen aufwenden, um vor diesen Gefahren zu warnen. Letztendlich müssten aber die Regeln geändert werden, nach denen die Firmen ihre Plattformen gestalten. Solange die Sucht dazu beiträgt Geld zu verdienen, solange gebe es kaum Chancen auf Veränderungen - das ist den ehemaligen Branchengrößen bewusst. Es müssten also neue Wege der Social-Media-Nutzung gefunden werden, die auch profitabel sind. Das klingt nicht gerade nach einer einfachen Aufgabe...

Quelle: New York Times

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