Hochwertige Inhalte profitieren

Facebook passt Newsfeed-Algorithmus an: Verweildauer wird zum wichtigen Faktor

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von Sandra Eichhorn (@sandra_rockt)-

Das Facebook die Sortierung des Newsfeeds stetig verändert, ist kein Geheimnis. In die Timeline der User schaffen es nur Inhalte, die Facebook für relevant hält – und die Methoden zur Ermittlung relevanter Posts werden immer weiter verfeinert. Jetzt ist auch die Verweildauer auf Seiten zum wichtigen Faktor geworden.

Nur relevante Inhalte erzielen eine hohe Reichweite

Ob ein Beitrag auf Facebook eine hohe Reichweite erlangt, also vielen Usern im Newsfeed angezeigt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab, durch die Facebook versucht herauszufinden, wie relevant der Inhalt ist. Der Socia-Media-Gigant führt regelmäßig User-Befragungen durch, um herauszufinden, wie die Newsfeed-Sortierung verbessert werden kann. Bisher war vor allem die Interaktion mit Postings ein wichtiges Indiz für die Relevanz des Inhalts. Ein Beitrag mit vielen Likes, Kommentaren und Shares wird also automatisch mehr Usern angezeigt.

Da nicht mit jedem interessanten Beitrag interagiert wird – schließlich gehört es sich zum Beispiel nicht, Berichte über Unfälle oder Todesfälle zu liken – hat Facebook sich schon vor einiger Zeit entschlossen, einen weiteren Faktor mit einzubeziehen, der zeigen soll, wie interessant ein Post für die User ist: die Verweildauer. Seit Juni letzten Jahres berücksichtigt Facebook, wie lange man sich einen Post direkt im Newsfeed ansieht. Bleibt man bei einem Beitrag länger hängen als bei anderen, wird dieser als wichtiger eingestuft. Ein weiterer Rankingfaktor: Kehren User, nachdem sie auf einen Link geklickt haben, sofort wieder zum Newsfeed zurück, wird dieser Link ebenfalls heruntergestuft.

Qualitativ hohe Inhalte profitieren

Die Verweildauer ist also schon seit einiger Zeit ein Thema – jetzt hat Facebook die Auswertung allerdings noch verfeinert: Facebook registriert nicht mehr nur, ob man eine Seite direkt wieder wegklickt – sondern auch, ob und wie lange man auf der Seite verweilt. Das bedeutet, dass es für Seiten jetzt wichtiger wird, Nutzern auch die Inhalte anzubieten, die sie erwarten, wenn sie auf einen Link klicken. Andernfalls werden sie die Seite schließlich schnell wieder verlassen – und der Beitrag wird von Facebook heruntergestuft.

Gut zu wissen: Weder die Ladezeit einer Seite noch die Länge des Inhalts fallen negativ ins Gewicht: Die Zeitmessung beginnt dann, wenn die Seite geladen ist und es wird pro Absatz gemessen – lange Artikel haben also nicht automatisch einen Vorteil.

Für User ist diese Anpassung von Vorteil: Sie profitieren praktisch von der Erfahrung anderer Nutzer, die einen Beitrag schon geklickt haben. Dadurch schaffen es mehr Inhalte in den Newsfeed, die eine hohe Qualität aufweisen und für den Leser interessant sind. Facebook-Seiten sind also einmal mehr gezwungen, besonders hochwertige Inhalte zu produzieren, die den Erwartungen der User entsprechen – andernfalls wird der Newsfeed für sie schon bald ein unerreichbares Ziel.

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