Keine Gewinnausschüttung über FB-Werbung

Fake-News: Facebook will Betrüger vom Advertising-System ausschließen

Foto von Sandra Spönemann

von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Google und Facebook stellten Pläne vor, um betrügerische Webseiten darin zu hindern, vorsätzlich gefälschte Nachrichten zu verbreiten. Diese sollen vom 'Facebook Audience Network' verbannt werden, um zukünftig keine Fehlinformationen mehr streuen zu können.

Screenshot von Facebook-Hinweisen auf TV-Debatte der US-Präsidentschaf

Geht es nach Mark Zuckerberg, hat Facebook nicht mit der Verbreitung von Falschmeldungen den Wahlausgang ungünstig beeinflusst, sondern vielmehr dafür gesorgt, dass überhaupt mehr Personen an der Wahl teilgenommen haben.  

Quelle: (Screenshot)  Facebook Newsroom 

Screenshot von Facebook-Hinweisen auf TV-Debatte der US-Präsidentschaf

Geht es nach Mark Zuckerberg, hat Facebook nicht mit der Verbreitung von Falschmeldungen den Wahlausgang ungünstig beeinflusst, sondern vielmehr dafür gesorgt, dass überhaupt mehr Personen an der Wahl teilgenommen haben.  

Quelle: (Screenshot)  Facebook Newsroom 

Donald Trump wurde zum 45. US-Präsidenten gewählt und viele Demokraten weltweit waren über diesen Wahlausgang geschockt. Wie konnte das passieren? Ein Mann ohne Erfahrung in der Politik, der vielfach durch rassistische und frauenfeindliche Äußerungen für Furore gesorgt hat. Vorwürfe wurden laut, dass Facebook als weltweit größte Online-Community dazu beigetragen habe, indem gefälschte Nachrichten flächendeckend von scheinbaren Trump-Anhängern gestreut werden konnten. Das alles, um Hillary Clinton im Vorfeld der Wahl massiv in Misskredit zu bringen.

Mark Zuckerberg hält dagegen und schreibt in einem Post, dass über 99 Prozent der Inhalte, die Facebook-User auf dem Portal sehen, authentisch seien. Lediglich ein kleiner Teil des Contents sei "fake" und dieser beziehe sich auf diverse Bereiche, nicht nur auf politische Meinungsmache. Demnach sei es extrem unwahrscheinlich, dass Falschmeldungen auf Facebook die US-Präsidentschaftswahl hätten beeinflussen können.

Publisher von Falschmeldungen sollen leer ausgehen

"Dies ist ein Bereich, indem wir sehr vorsichtig vorgehen müssen. Die Wahrheit zu identifizieren ist kompliziert", so Zuckerberg. Das Problem besteht unter anderem darin, festzulegen, ob eine Meldung schon durch ein unwahres Detail zur gefälschten Nachricht erklärt wird. Wo beginnen Fake-News und wo hören sie auf?

Dieser Position des Facebook-Chefs stehen wiederum opportune Stimmen gegenüber, die behaupten, dass die harten Fakten die Aussagen Zuckerbergs widerlegen würden. Zudem stellt sich die Frage, wie leicht sich User überhaupt in ihrer Meinung beeinflussen lassen. Bloomberg schrieb dazu, dass neue Studien klar belegen, dass Menschen hauptsächlich nach Informationen suchen, die ihre Meinungen bestätigen – das erklärt das Phänomen der rasend schnellen Verbreitung von Nachrichten in sozialen Netzwerken.

Of all the content on Facebook, more than 99% of what people see is authentic. Only a very small amount is fake news and hoaxes. (...) Overall, this makes it extremely unlikely hoaxes changed the outcome of this election in one direction (...).

BGR

Aufgrund der andauernden Debatte um Facebook als Propaganda-Plattform zog Mark Zuckerberg gestern erste Konsequenzen und kündigte an, alle Webseiten, die Falschmeldungen verbreiten, vom Advertising Netzwerk zu verbannen, damit diese aus den Aufrufen und Klicks keinen Gewinn mehr schöpfen können. Dieser Vorgehensweise schließt sich Google mit seiner gigantischen Online-Werbe-Maschinerie laut eigener Aussage an.

Sag uns deine Meinung!

Um einen Kommentar zu verfassen, melde Dich an oder registriere Dich jetzt auf Netz.de!

Das könnte dich auch interessieren!
Mehr zum Thema...
Werbung
Ab ins Netz mit dir