Teils mit proaktivem Löschen von Konten

Fake News nach YouTube-Terror: Wie Twitter mit Falschmeldungen umgeht

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Twitter versucht händeringend, der Flut an Fake News Herr zu werden - und lässt sich jetzt dabei in die Karten schauen, wie genau das Administratorenteam dabei vorgeht. Demnach gilt anscheinend gerade nach tragischen Ereignissen wie Amokläufen erhöhte Alarmbereitschaft bei Twitter.

Nicht nur auf Facebook, sondern auch auf Twitter gibt es ein ganz enormes Problem mit Fake News. So ist erst kürzlich herausgekommen, dass sich über Tweets Falschnachrichten sechs Mal schneller verbreiten als Fakten. Ein Phänomen, an dem die Verantwortlichen nach eigenem Bekunden schon länger arbeiten. Die Schießerei im YouTube Hauptquartier am 3. April, in deren Verlauf drei Menschen verletzt wurden, nahm der Kurznachrichtendienst jetzt zum Anlass, sich in dieser Sache mal etwas genauer in die Karten schauen zu lassen.

Twitter: hunderte Accounts gelöscht, viele weitere abgemahnt

Denn schon kurz nach den tragischen Ereignissen in Kalifornien hatten sich zahllose Nutzer dazu berufen gefühlt, sich mit ausgedachten Halbwahrheiten profilieren zu müssen. Der Kurznachrichtendienst habe daraufhin "hunderte Accounts gelöscht" und viele weitere User aufgefordert ihre Tweets wieder zu löschen. Twitter sei dabei anhand folgender Fragestellungen vorgegangen:

Automatisches System identifiziert potenzielle Fake-News-Spammer

Abgesehen davon, so schreibt Twitter in einem Blogeintrag, behalten sich die Verantwortlichen eine Reihe an proaktiven Maßnahmen vor. So kämen im Krisenfall, wie zum Beispiel dem eingangs beschriebenen Amoklauf, automatische Systeme zum Einsatz. Diese identifizieren unter anderem User, die sich einfach einen neuen Account gemacht haben, nachdem sie schon einmal gesperrt wurden. Mit welchen Methoden in diesem Fall vorgegangen wird - auch Nutzer mit gesperrten Accounts haben schließlich ein Recht auf Datenschutz - lässt Twitter allerdings im Dunklen.

Begleitend seien Twitter-Mitarbeiter in solchen Zeiträumen verstärkt angehalten, relevante Beiträge zu identifizieren und sie als Twitter 'Moment' prominent zu platzieren. Im Falle des YouTube-Shootings seien solche Beiträge in 16 Ländern und fünf verschiedenen Sprachen verfügbar gewesen. Viele davon innerhalb der ersten zehn Minuten nach dem ersten Tweet.

Quelle: Twitter

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