Wer nicht extra zahlt, wartet

Genialer Whopper-Spot: Burger King erklärt Netzneutralität mit Mett-Metapher

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

In wenigen Minuten erklärt ausgerechnet die Fast-Food-Kette Burger King die komplexe Thematik der abgeschafften Netzneutralität in den USA verblüffend einleuchtend. Stars des kurzen Werbespots: Fassungslose Kunden, abgebrühte BK-Mitarbeiter und ein Whopper für 26 Dollar.

Wer mehr bezahlt, bekommt eine Vorzugsbehandlung und wird schneller bedient. Wer nicht extra blecht, wird benachteiligt - trotz vorhandener High-Speed-Leitung. Im Grunde beschreibt dies die möglichen Auswirkungen der in den USA kürzlich abgeschafften Netzneutralität. Das Ende der Gleichbehandlung im Netz der Vereinigten Staaten ist einschneidend - trotzdem scheinen sich viele der Bedeutung für ihr tägliches Leben nicht wirklich bewusst. Mit einem ziemlich genialen Werbespot bringt jetzt ausgerechnet die Fast-Food-Kette Burger King die Thematik treffend auf den Punkt.

26 Dollar für einen Whopper

Mbps - das steht selbstverständlich für 'Making Burgers per Second.'

Burger King

In dem knapp drei-minütigen Film seht ihr angeblich echte Kunden des Burger-Riesen, die - gelinde gesagt - verdutzt reagieren, als BK-Mitarbeiter ihnen die neue Verkaufspolitik erklären: Wer nicht extra zahlt, muss länger auf sein Sandwich warten. Und das, obwohl ihre Burger bereits fertig sind.

Schneller als die anderen bekommt ein Kunde seinen Whopper nur, wenn er 26 Dollar dafür zahlt. Die Analogie zur abgeschafften Netzneutralität wird hier sehr deutlich: Obwohl die Bandbreite vorhanden ist, wird sie für Kunden künstlich gedrosselt, die nicht zusätzlich zahlen.

Schon früher fiel Burger King mit ziemlich kreativen Werbeaktionen auf. Vor drei Monaten etwa machte die Kette mit einer ähnlichen Masche auf das Problem der Schikane ("Bullying") bei Schulkindern aufmerksam. Für einen weiteren, aber mittlerweile von Burger King entfernten Spot nahm der Fleischkonzern ziemlich gekonnt den Hype um Smart-Home-Geräte aufs Korn - und gewann dafür sogar einen Werbe-Award.

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