Nachrichten sollen besser gefiltert werden

Google News: 'Fact Check' gegen Falschmeldungen

Foto von Michael Springer

von Michael Springer -

Google hat in seinem News-Bereich eine neue Artikelkennzeichnung eingeführt. Das Label 'Fact Check' soll helfen, den Wahrheitsgehalt von Nachrichten leichter zu überprüfen. Falschmeldungen kann so ein Riegel vorgeschoben werden - zunächst allerdings nur in den USA und Großbritannien.

Das Internet überflutet jeden Einzelnen mit Informationen. Nicht immer ist es einfach, in dem Dickicht aus wahren, nur halbwahren, schlecht recherchierten und schlicht falschen Meldungen den Überblick zu behalten. In Bezug auf die deutsche Flüchtlingsdebatte etwa werden online bekanntlich immer wieder Unwahrheiten verbreitet. Obwohl solche Nachrichten meist schnell als Lügen entlarvt sind, geistern sie weiterhin als vermeintliche Fakten durch soziale Netzwerke und Foren - und das häufig nicht ohne Folgen: Dort können aus zusammengesponnenen Geschichten reale Überzeugungen werden.

'Fact-Check'-Label bei Google News

Schneller zu den Fakten: Googles neuer Content-Tag  

Quelle:  Google Blog 

'Fact-Check'-Label bei Google News

Schneller zu den Fakten: Googles neuer Content-Tag  

Quelle:  Google Blog 

Falsche Behauptungen aussieben

Ein Schritt in die richtige Richtung könnte deshalb ein von Google neu eingeführter Label-Tag sein. In den amerikanischen und britischen Google News werden Nachrichten fortan mit dem Label 'Fact Check' versehen, wenn zum behandelten Thema fundierte Prüfartikel vorliegen. Solche Beiträge untersuchen, ob sich in der entsprechenden Debatte kursierende Behauptungen anhand von Fakten belegen lassen oder nicht. Mit ihnen soll es den Lesern leichter fallen, Falschmeldungen und Halbwahrheiten einfacher und schneller identifizieren zu können.

Häufig werden Faktenchecks von speziellen, gemeinnützigen Organisationen und Netzwerken (wie zum Beispiel fullfact.org) verfasst, aber auch private Autoren können sich einbringen. Um für Googles neues Label in Betracht zu kommen, müssen die Artikel allerdings bestimmte Anforderungen erfüllen. Vorerst bietet das amerikanische Unternehmen diesen Service nur in den USA und Großbritannien an. Wann und ob die Funktion auch in Deutschland zur Verfügung stehen wird, ist noch offen.

Sag uns deine Meinung!

Um einen Kommentar zu verfassen, melde Dich an oder registriere Dich jetzt auf Netz.de!

Das könnte dich auch interessieren!
Werbung
Ab ins Netz mit dir