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Neue Richtlinien

Google Play Store: Wetten, zocken, Geld verlieren – Glücksspiel bald erlaubt

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Waren bisher lediglich Werbeanzeigen für Glücksspiel-Plattformen in Apps erlaubt, lockert Google nun die Richtlinien. Ab August dürfen Entwickler von Bingo-, Poker- oder Sportwetten-Apps ihre Software offiziell im Play Store feilbieten.

Laut Informationen von NewsBytes hat Google die moralischen Zügel gelockert und erlaubt Unternehmen wie BetFred und 888 Holdings ihre Apps über den Play Store zu vertreiben. Das Online-Portal BetFred bietet diverse Optionen, um Geld auf Pferderennen zu setzen, virtuell Roulette zu spielen oder auf Football-Spiele zu setzen. Ähnlich sieht es bei den Games von 888 Holdings PLC aus, die User unter anderem mit Online Poker anlocken möchten.

Die entsprechenden Anbieter - in Großbritannien, Frankreich und Irland - haben von Google eine entsprechende E-Mail über die Änderungen der Richtlinien erhalten. Ob dasselbe ab August auch für die länderspezifische Variante des Play Stores hier bei uns gilt, ist zurzeit nicht offiziell bekannt. Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, fordert Google von den App-Entwicklern Dokumente, die beweisen, dass sie in dem jeweiligen Land eine offizielle Glücksspiel-Lizenz besitzen.

Bisher sahen die Richtlinien folgendes vor: "Inhalte oder Dienste, die Online-Glücksspiele unterstützen, sind unzulässig. Hierzu gehören u. a. Online-Casinos, Sportwetten, Lotterien oder Geschicklichkeitsspiele, bei denen Geld- oder Sachpreise angeboten werden." Als Kompromiss war es aber dennoch möglich, Apps anzubieten, die das Glücksspiel simulieren oder bei denen nur virtuelles Geld eingesetzt werden kann.

(@die_spoent_wohl)
Suchtfördernd?

Obwohl Glücksspiel-Apps auf den Webseiten der Hersteller sowieso angeboten wurden, könnte der neue Kurs den Google für den Play Store einschlägt, die Lust auf kostspielige Wetten weiter vorantreiben. Im Angesicht der Tatsache, dass bereits elfjährige Kids ein Smartphone nutzen, ist das vom moralischen Standpunkt aus betrachtet definitiv diskutabel.

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