Transparenz á la Google

Google will bei politischer Werbung strenger sein - ein bisschen

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von Benjamin Krämer -

Besser spät als nie: Als letzter der 'Tech-Giganten' kündigt auch Google an, seine Regeln für politische Werbeanzeigen strenger zu gestalten - vor den nächsten Midterm-Wahlen in den USA, die bereits Ende des Jahres anstehen. Transparenter möchte man auch werden, allerdings hält man sich in Mountain View noch bedeckt über das nicht ganz unwichtige 'Wie'.

2017 war das Jahr der politischen Netzdebatten: Facebook, Twitter und YouTube, aber auch Google standen massiv in der Kritik, als herauskam, dass Donald Trump massiv von manipulativen Online-Werbeanzeigen profitiert hat. Doch damit noch nicht genug: Sämtliche US-Geheimdienste sind sich sicher, dass russische Hacker über Anzeigen massiv in die demokratischen Prozesse vor und während der Wahl eingegriffen haben.

Selbst Facebook musste später zerknirscht zugeben, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass eben jene einige hunderttausend Dollar in politische Anzeigen auf ihrer Plattform gebuttert hatten. Bei YouTube ging es vor allem um Verschwörungstheorien und spalterische politische Kanäle und bei Twitter irgendwie um alles zusammen. Nur Google war nach ersten Proteststürmen aufgrund ihrer Anzeigen schnell aus dem Fokus und rieb sich die Hände.

Google reagiert auf Wählermanipulation - wirklich?

Google verspricht, die Daten von Anzeigenschaltern zu veröffentlichen inklusive des monetären Umfangs. Details nannte man allerdings nicht.

Man könnte also meinen, Google müsse gar nicht reagieren, schließlich hat der Cambridge-Analytica-Skandal vor allem Konkurrent Facebook ins schlechte Licht der Öffentlichkeit gerückt. Die anschließenden Grill-Sessions Zuckerbergs vor Senatoren und Kongress-Abgeordneten verstärkten diesen Fokus nur noch und Google war plötzlich ganz aus dem Gespräch. Trotzdem reagieren sie jetzt und kündigen "strengere Regeln" an. Offenbar ist ihnen klar geworden, dass agieren gesünder ist, als reagieren - immerhin konnte man das an Facebooks Worst-Case ablesen.

Wie das aussieht? Künftig sollen Personen, die politische Anzeigen schalten, sich mit einem US-Pass oder einer 'Permantent Residence' registrieren. Es seien aber auch "andere wichtige Informationen möglich". Außerdem sollen sämtliche Anzeigenschalter veröffentlicht werden - unklar ist nur, mit welchen Informationen. Man hält sich eben gerne alles offen.

Quelle: mashable.com

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