Bußgeld fürs Handy-Gucken - auch bei uns?

Hängen geblieben ... an Smombie-Strafen

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

99 Dollar Strafe fürs Smartphone-Gucken? Als Fußgänger? In Honolulu bald Realität. Fest steht: Viele Unfälle im Straßenverkehr passieren, weil viel zu oft aufs Display gestarrt wird. Wäre ein derart hartes Durchgreifen wie in Hawaiis Hauptstadt nicht also auch in Deutschland sinnvoll? Michael findet: Auf jeden Fall. Sebastian sagt: Niemals!

Im Oktober ist es so weit: Jeder Fußgänger, der in Honolulu beim Überqueren der Straße auf sein Smartphone starrt, macht sich strafbar - und muss zahlen: Bis zu 99 Dollar muss der Smombie löhnen, wenn er von der Polizei erwischt wird. Von Seiten der Stadt verspricht man sich dadurch weniger Verkehrsunfälle, denn noch hält Honolulu den traurigen Rekord mit den am häufigsten im Verkehr verletzten Fußgängern in den USA. Und auch in Deutschland sieht man immer mehr Menschen, die scheinbar nur noch Augen für ihr Smartphone haben und kaum den Verkehr beachten - wäre eine solche Ultima Ratio dann nicht auch ein Modell für hiesige Städte?

"Unbedingt", findet Michael. Betrunken Autofahren wird schließlich auch längst geahndet, und das zu Recht. Selbst Handys am Steuer sieht die Polizei äußerst ungern und brummt Fahrern empfindliche Strafen auf. Da ist es doch nur logisch, dass auch Smombies zur Kasse gebeten werden, oder nicht? Nein, meint Sebastian. Schließlich gefährden textende Fußgänger in erster Linie sich selbst. Dies sei zwar schlimm genug, ließe sich aber auf anderem Weg viel besser verhindern. Und pauschal jede Dummheit zu sanktionieren, das könne doch auch nicht der Weisheit letzte Schluss sein - oder etwa doch?

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