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Geschichte anders entdecken

Histography.io ist der Zeitstrahl, den ihr in der Schule gern gehabt hättet

Geschätzte Lesezeit: ca. 1 Minute

Foto von Michael Springer

von Michael Springer -

Von Punkt zu Punkt durch die Weltgeschichte springen, in wenigen Augenblicken hunderte oder tausende Jahre hinter sich lassen. Der interaktive Zeitstrahl Histography.io macht das möglich und zeigt euch die Chronologie unseres Universums, wie ihr sie noch nie gesehen habt.

Geschätzt 14 Milliarden Jahre ist das Universum alt, 4,6 Milliarden Jahre die Erde. Auf "nur" rund 200.000 Jahre bringt es der anatomisch moderne Homo Sapiens. In der Geschichte unseres Universums ist einiges passiert – und die Website Histography.io schafft es, das alles in einen schicken Zeitstrahl mit netten Effekten zu verpacken.

Histography.io zwingt fast zum Entdecken

Die Seite markiert jedes Ereignis mit einem kleinen Punkt auf der Zeitachse, die Daten dahinter bezieht sie von Wikipedia. Von der Entstehung der Krokodile über den Bau der Chinesischen Mauer bis zum Fall der Berliner Mauer – alles ist dabei. Fahrt ihr mit dem Mauszeiger über einen Punkt, gibt es weitere Informationen: Im Regelfall findet ihr dort den Text von Wikipedia, manchmal passende Dokus auf YouTube und den Verweis auf verwandte Ereignisse.

Geschichte mal ganz anders: Den Regler verschieben und durch die Jahrhunderte fliegen

Über die Leiste am unteren Bildschirm lässt sich der zu betrachtende Zeitraum anpassen. Verschiebt ihr den Regler, fliegt ihr durch die Jahrhunderte. Für die grobe Orientierung werden zentrale Ereignisse direkt hervorgehoben. Am linken Bildschirm lässt sich nach Kategorien filtern, sei es Kultur, Kriege oder Ökonomie. Histography.io zwingt so fast schon zum Entdecken, denn hinter jedem Punkt steckt eine neue Geschichte und Punkte gibt es viele. Außerdem zeigt der Strahl zeitliche Zusammenhänge auf: Mozart schrieb seine erste Sinfonie, wenige Jahre später begann der amerikanische Unabhängigkeitskrieg.

Ein bisschen was zu meckern gibt es natürlich immer. Zwar werden Wikipedia-Texte eingebunden, die internen Verlinkungen der Originale fehlen aber – so wird der Enzyklopädie eine seine größten Stärken genommen. Dass der Link zur Wikipedia-Seite selbst gar nicht angezeigt wird, macht es nicht besser. Stellenweise fehlen außerdem weitere Informationen, obwohl entsprechende Wikipedia-Artikel vorlegen.

Leider läuft Histography.io bis jetzt allerdings nur in Chrome- oder Safari-Browsern.

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