Analyse per Chatbot

Homo Digitalis: Echtzeit-Test verrät dir, wie digital du bist

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Mit dem Projekt 'Homo Digitalis' gehen die Fernsehsender BR, ORF und ARTE sowie das Forschungsinstitut Fraunhofer IAO der Frage nach, wie sehr uns Zukunftstechnologien verändern. Neben einer siebenteiligen Webserie könnt ihr per Chatbot im Facebook Messenger an einem interaktiven Test teilnehmen und euch direkt mit anderen Usern vergleichen.

Müssen wir überhaupt noch eine Schulausbildung durchlaufen, wenn man Fähigkeiten einfach in unser Gehirn hochladen könnte? Können künstliche Intelligenzen unsere Freunde und Lebensgefährten ersetzen? Und wie weit würdet ihr gehen, wenn die Möglichkeit bestünde, dem eigenen Körper ein Upgrade zu verpassen? Um diesen und vielen weiteren Fragen auf den Grund zu gehen, haben ORF, ARTE, BR und Fraunhofer das Projekt 'Homo Digitalis' ins Leben gerufen.

Du und dein Handy – ihr habt eher eine Zweckbeziehung. Du liegst damit im soliden Mittelfeld!

Homo Digitalis Chatbot

Im Rahmen des Projekts ist eine siebenteilige Webserie entstanden, in der untersucht wird, was die digitale Revolution mit uns Menschen anstellt. Dabei geht es nicht nur darum, wie intensiv wir Smartphones und Computer bereits heute nutzen, sondern beispielsweise auch um Möglichkeiten, Chips ins Gehirn zu transportieren oder Nanobots durch unseren Blutkreislauf zu jagen. Neben einigen Infos auf der Webseite homodigitalis.tv hat das Fraunhofer IAO einen Chatbot für den Facebook Messenger entwickelt, der mit euch einen "Zukunftstest" durchführt.

Homo Digitalis: "Die meisten User sind zu 50 Prozent Cyborgs"

In diesem Test gilt es verschiedene Fragen in Multiple-Choice-Form zu beantworten, einen kleinen Konzentrationstest zu absolvieren oder kleine Spiele mitzumachen. Nach der Beantwortung einer Frage, erfahrt ihr, wie andere User diese im Durchschnitt beantwortet haben und könnt einen unmittelbaren Vergleich herstellen.

Obwohl ich selbst doch sehr an meinem Smartphone hänge, findet der Chatbot heraus, dass ich eher eine Zweckbeziehung mit dem Mobilgerät führe und mich mit diesem Verhalten im Mittelfeld bewege. Die Abhängigkeit vom mobilen Telefon scheint außerdem nicht so schlimm für das Sozialleben zu sein, wie häufig postuliert wird: "Oft wird behauptet, dass Handykonsum einsam macht. Das stimmt so nicht. In einigen Studien heißt es sogar, dass Smartphone-Schmuser oft ein besonders reges Sozialleben haben."

Screenshot aus dem interaktiven Homo Digitalis Selbsttest

Würdet ihr DNA-Hacking in Anspruch nehmen, um euer Erbgut zu verändern? Findet mit dem Homo Digitalis Test heraus, zu wieviel Prozent ihr Cyborg seid.  

Quelle: (Screenshot)  Fraunhofer IAO / Diggibot 

Screenshot aus dem interaktiven Homo Digitalis Selbsttest

Würdet ihr DNA-Hacking in Anspruch nehmen, um euer Erbgut zu verändern? Findet mit dem Homo Digitalis Test heraus, zu wieviel Prozent ihr Cyborg seid.  

Quelle: (Screenshot)  Fraunhofer IAO / Diggibot 

Später stellt mir Homo Digitalis noch verschiedene Optionen zur Auswahl, mit denen ich mich zukünftig selbst upgraden könnte, zum Beispiel durch ausgedruckte Organe oder DNA-Hacking. Hier konnte ich aussuchen, was ich für mich selbst für vorstellbar halte.

Ergebnis: "Du bist 50 Prozent Cyborg. Wenn es nach dem Futurologen Ray Kurzweil geht, könntest du zumindest 120 Jahre und älter werden. Nur, wie geht es dir, wenn alle anderen nicht so alt werden wie du?"

Schwerpunkt: Mensch-Roboter-Kollaboration

"Wir möchten herausfinden, wie Menschen Technologien heute nutzen und welche Wünsche sie an ihre digitale Zukunft haben," erklärt Projektleiterin Kathrin Pollmann vom Fraunhofer IAO. Untersucht wird unter anderem die Fragestellung, wie künftig die Aufgabenteilung zwischen Mensch und Roboter aussehen kann und welche Formen der Zusammenarbeit für Menschen vorstellbar und akzeptabel sind.

Der Online-Test, der sowohl über den Facebook Messenger als auch über die Webseite absolviert werden kann, basiert auf wissenschaftlichen Methoden und wird von dem Forschungsinstitut anonym ausgewertet.

"Je mehr Menschen sich an dem Test beteiligen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse und helfen uns dabei, die digitale Zukunft menschengerecht zu gestalten," betont Pollmann. Die ausgewertete Studie wird im Frühjahr 2018 publiziert und als TV-Dokumentation ausgestrahlt.

Hier erfährst du mehr über: Chatbot und Künstliche Intelligenz

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