Mobile Sicherheit

John McAfee: Smartphones sind nicht sicher!

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Dass der Schutz auf unseren Mobilgeräten nach wie vor zu wünschen übrig lässt, ist bekannt. Wie dramatisch die Situation wirklich ist, verdeutlicht die Tatsache, dass selbst Anti-Viren-Profi John McAfee sich nicht zu helfen weiß, wenn es um den Schutz seines Handys geht.

Infografik: Sicherheitsrisiken mobil

Schon etwas älter (2015), aber nach wie vor gültig: Die Top 5 Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit der Nutzung von Mobilgeräten  

Quelle: (Eigener Screenshot)  IDC Germany GmbH 

Infografik: Sicherheitsrisiken mobil

Schon etwas älter (2015), aber nach wie vor gültig: Die Top 5 Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit der Nutzung von Mobilgeräten  

Quelle: (Eigener Screenshot)  IDC Germany GmbH 

Wo liegt das Problem?

Die International Data Corporation (IDC) mit Sitz in Frankfurt kommt im Rahmen einer Untersuchung zu dem Schluss, dass "technische Mängel der Hard- und Software, nicht geschlossene Lücken in Betriebssystemen und Applikationen" sowie "unbewusstes Fehlverhalten der Anwender" ein El Dorado für Datendiebe darstellen.

Viele sind sich nach wie vor nicht bewusst, wie angreifbar sie ihr Nutzerverhalten eigentlich macht. Wer überprüft schon jede App, die er herunterlädt, ob die Quelle wirklich seriös ist? Und kann man das überhaupt feststellen – selbst wenn man es wollte? Ein weiteres Problem ist die Sicherheit von WiFi-Netzwerken - besonders vor öffentlich zugänglichen Hotspots wird immer wieder gewarnt.

Es muss endlich was passieren

Laut Einschätzungen des Sicherheitsexperten John McAfee ist es für Hacker ein Leichtes, Zugriff auf unsere Handykameras und Mikrofone zu erlangen – damit lassen sich private Konversationen im Prinzip zu jedem Zeitpunkt ausspionieren. "I cannot keep my phone secure", sagte McAfee auf einer Computer-Sicherheitskonferenz am Mittwoch – wohl wissend das er selbst mit Sicherheitsprogrammen, auch für Mobilgeräte, sein Geld verdient.

Als Kulfigur der Tech-Branche will der Anti-Viren-Software-Hersteller ganz bewusst Regierungen und Institutionen mit seinen Aussagen schocken, denn es müsse endlich gehandelt werden. Die Federal Communications Comission (FCC) sowie die Federal Trade Commission (FTC) in den USA scheinen sich dieser Sicherheitslücke bewusst zu sein.

Zu Beginn der Woche sendete die FCC Nachrichten an diverse Mobilfunkanbieter und fragte konkret nach, wie die Unternehmen ihre Kunden mit Sicherheits-Updates versorgen. Zeitgleich ermittelt die FTC, wie bekannte Smartphone-Produzenten - darunter Apple, HTC, Google und Samsung - Sicherheitsprozesse durchführen. Diese Hersteller müssen nun einen umfangreichen, detaillierten Fragebogen dazu beantworten. Inwiefern und vor allem ab wann Handybesitzer auf der sicheren Seite sind, bleibt zum aktuellen Zeitpunkt unklar.

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