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Das Skandaljahr hinter sich lassen

Mehr Transparenz, mehr Zusammenhalt? Facebook-Chef hat gute Vorsätze

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Foto von Julius Zunker

von Julius Zunker -

Mark Zuckerberg gehört sicherlich zu den Leuten, die am 31.12.2018 drei Kreuze machten. Für den Facebook-Chef lief das vergangene Jahr wirklich nicht nach Plan. Skandal folgte auf Skandal und Krise auf Krise. Selbst ein Auftritt vor dem US-Kongress half da wenig. Aber pünktlich zum Jahresbeginn ist es für den ungekrönten König der sozialen Medien Zeit nach vorne zu blicken.

In seinem persönlichen Rückblick, passend via Facebook an die Followerschaft adressiert, geht Zuckerberg natürlich nicht auf Cambridge Analytica, Lecks in den eigenen Datenbanken oder den Vorzug bestimmter Partnerfirmen bei der Weitergabe von User-Daten ein. Oder auf das wenig demokratische Verhalten im Umgang mit globalen Kritikern wie George Soros (der Opfer einer bezahlten Negativkampagne durch ein von Facebook beauftragtes PR-Unternehmen wurde).

Im Fokus stehen dafür zunächst persönliche Ziele, die Mark Zuckerberg in der zurückliegenden Zeit erreicht hat: Mandarin wurde gelernt, 25 Bücher gelesen, eine KI fürs Haus programmiert, jeder Bundesstaat der USA besucht und 365 Meilen abgelaufen. Kudos dafür.

Mehr Öffentlichkeit: Zuckerberg 2019

Die Rückschläge für das Unternehmen scheinen an Zuckerberg jedoch nicht unbeachtet vorbeigegangen zu sein. Zumindest vermitteln seine guten Vorsätze für das noch junge Jahr diesen Eindruck. Von nun an soll mehrmals im Monat mit einem bunten Mix aus Fachleuten, Politikern und anderen Spezialisten auf öffentlichen Plattformen des Unternehmens über die Zukunft debattiert werden. Die angekündigten Themen reichen von KIs in der künftigen Arbeitsweit bis zu den Einflüssen, die Facebook und Co auf den Alltag aller Menschen haben.

Für Zuckerberg ist dieser Schritt in die Öffentlichkeit nicht nur eine unternehmerische Herausforderung, sondern auch eine persönliche. In seinem Post merkt er selber an, an erster Stelle Ingenieur zu sein, dessen Ideen für sich selber sprechen. Dennoch nimmt er sich vor, von nun an öffentlicher zu agieren - sicherlich auch um den Ruf ein "Roboter" zu sein abzulegen.

Quelle: Facebook

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