Retro-Kunst im Paint-Style

"Mit Paint?" - was dieser Künstler aus Microsofts Zeichen-Tool alles rauskitzelt

Geschätzte Lesezeit: ca. 1 Minute

Foto von Dennie Beneke

von Dennie Beneke (@debeneke)-

Der Bostoner Pixel-Künstler Patrick Hines greift nicht auf herkömmliche Hilfsmittel wie Pinsel, Stift oder die digitalen Werkzeugkisten aus der Adobe-Produktpalette zurück, wenn er seine Zeichnungen anfertigt. Alles was er benötigt, ist 'Microsoft Paint' und einiges an Geduld.

Als sich Microsoft in den letzten Wochen für die Wachablösung des Retro-Grafikprogramms entschied, löste dies eine nicht gerade kleine Welle der Entrüstung aus - schließlich hat jeder Windows-Nutzer schon auf die eine oder andere Weise Bekanntschaft mit 'Paint' geschlossen. Eine Reaktion folgte sogleich, denn anstatt Paint durch seinen Nachfolger 'Paint 3D' auszutauschen, entschlossen sich die Konzern-Granden dafür, das Programm weiterhin zum Download bereitzustellen.

Nutznießer dieser Entscheidung ist unter anderem Pat Hines - ein Bostoner Digital-Künstler, der sich auf die Arbeit mit dem Grafik-Tool spezialisiert hat. Die Comic-Zeichnungen für sein Projekt "Camp Redwood" wirken so detailliert und speziell, dass man sich insgeheim schon die Frage stellt: Hat er das wirklich in Paint gezeichnet?

Zeitraffer-Video fasst Hines Arbeit eindrucksvoll zusammen

Soviel sei vorweggenommen: Ja, er macht das tatsächlich Strich für Strich in Paint! Wie er das anstellt, wird im YouTube-Video von Vox.com deutlich, für die Hines in mühevoller Kleinarbeit eine Zeichnung von Grund auf anfertigte. Dabei stellte sich sein Talent früher eher zufällig ein, als Hines während eines Jobs anfing, sich mit Paint einfach nur die Zeit zu vertreiben.

Insgesamt dauerte dieser Prozess 15 Stunden. Zum Vergleich: YouTube-Videos haben eine maximale Abspieldauer von 12 Stunden. Weil das für den Großteil von uns natürlich zu viel des Guten wäre, gibt es eine Zeitraffer-Version samt Interview, in dem Hines auch aus dem Nähkästchen plaudert.

Sag uns deine Meinung!