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Unendliche Weiten

NASA Selfies App: Schaut mal, wie lahm der Weltraum sein kann

Geschätzte Lesezeit: ca. 3 Minuten

Foto von Dennie Beneke

von Dennie Beneke (@debeneke)-

Wolltet ihr schon immer mal ein Selfie von euch vor der Milchstraße oder der Andromeda Galaxie schießen, wusstet aber nicht, wie ihr in so eine verdammte Rakete gelangen sollt? Dann hält die 'NASA Selfies App' vielleicht die richtige Funktion für euch bereit. Alternativ bleibt einfach auf der Erde und greift auf altbewährte Filter-Tools zurück.

Es gibt sie - diese Abende, an denen der Fernseher vor sich hin läuft und man an einer interessanten Doku über das Weltall hängen bleibt. Dieser unwirtliche, luftleere Raum mit seinen unbewohnbaren Planeten, Galaxien, seinen zahllosen Sternen und den alles verschlingenden schwarzen Löchern. Es ist die Faszination für das Unbekannte, gepaart mit diesem beklemmenden Gefühl über das schiere Ausmaß, was uns so fesselt, über das wir mehr erfahren wollen. Das Interesse ist da, Nachrichten über Wasserfunde auf dem Mond oder den neuesten Aufnahmen vom Mars bewegen viele Leser - beste Voraussetzungen also für jedermann/-frau, die sich den Weltraum als Grundlage für Arbeit oder Forschung ausgesucht haben.

Und wenn einer wissen sollte, wie man das Weltall für Normalsterbliche auch noch richtig in Szene setzt, dann wohl am ehesten die NASA, die amerikanische Raumfahrtbehörde. Die, die ihre Flagge als erste in den Mondstaub rammten - "ein kleiner Schritt für die Menschheit…", ihr wisst schon.

"Gesagt, getan!" dachte sich wohl jemand, als die 'NASA Selfies App' für Android und iPhone beschlossen wurde. Ein schickes Selfie von sich im Raumanzug, freischwebend vor der Andromeda Galaxie, dem Helixnebel oder der Milchstraße - et voilà! Nur leider hat diese App so gar keinen Charme. Also … mal so wirklich gar nicht.

Nach 2-3 Probeläufen verliert die NASA Selfies App schnell an Reiz

Im Grunde keine schlechte Idee, so ein Selfie vor den prächtigsten Schnappschüssen, die der Weltraum dank unserer Teleskope zu bieten hat. Doch die Umsetzung mutet wie eine starre Holzfassade an, die man von Festen oder aus Vergnügungsparks kennt – die, wo wir unser Gesicht durch ein Loch in der Rückseite durchstecken.

Die App ist schnell erklärt: Zunächst bestätigt ihr der App Zugriffsrechte auf Kamera und Bildergalerie, um anschließend über die Kamera ein Bild von euch zu schießen. Im Anschluss steckt die NASA-App euer Gesicht in einen fest platzierten Raumanzug und lässt euch aus rund 30 Weltraumaufnahmen euren Hintergrund auswählen – that's it!

Die Aufnahmen wirken zumindest hochwertig. Nach zwei bis drei Spielereien ist der Reiz allerdings wieder verflogen. Zumindest wird uns keine Werbung eingeblendet und kostenlos ist die Selfie-App ebenso. Wenn ihr euch selbst ein Bild machen wollt, findet ihr die NASA Selfies App sowohl für Android als auch für iOS unter den angehängten Links.

Selfie im Raumanzug vor Weltraumhintergrund

Neben dem Selfie-Aspekt bekommen wir zusätzliche Infos vom jeweiligen Sternenbild angezeigt, bevor wir uns für das Abspeichern entscheiden.

Quelle: (Screenshot)  Jet Propulsion Laboratory | Play Store 

Selfie im Raumanzug vor Weltraumhintergrund

Neben dem Selfie-Aspekt bekommen wir zusätzliche Infos vom jeweiligen Sternenbild angezeigt, bevor wir uns für das Abspeichern entscheiden.  

Quelle: (Screenshot)  Jet Propulsion Laboratory | Play Store 

(@deBeneke)
Es ist die NASA, Leute!

Bei jedem kleinen Indie-Entwickler, der nach getaner Arbeit noch an seiner App bastelt, wäre unser Fazit definitiv milder ausgefallen. Aber so? Über die Hintergründe wissen wir natürlich nicht allzu viel, aber von einer so angesehenen Behörde mit diesen finanziellen Mitteln darf man auch mal etwas mehr erwarten und kritisch sein. Zumal die NASA ja bereits gezeigt hat, dass sie wissen, wie Weltraum-Marketing richtig geht.

Quelle: engadget.com

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