Nutzer gezielt ausblenden

Nervige Tweets: Twitter weitet Blockierfunktion aus

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Das Gezwitschere auf Twitter kann unglaublich viel Spaß machen – keine andere Plattform erlaubt so schnelle Veröffentlichungen wie der Kurznachrichten-Dienst. Wer auf bestimmte Tweets und Nachrichten allerdings auch gerne verzichten kann, wird sich über das Update der Blockierfunktion freuen.

Es geht um das "Twitter-Erlebnis" – dieses soll möglichst benutzerfreundlich sein und zur Nutzung des Dienstes anregen. Wäre da nicht der ein oder andere Nutzer des Microblogging-Dienstes, der uns etwas auf den Wecker fällt mit seinen Kommentaren, irgendwelche Dienste bewirbt oder einfach grundlos geblockt gehört. Daher können User nun umfangreicher andere Nutzer blockieren und ausblenden.

Geblockte User sind nicht mehr in der Lage, Tweets des Blockierenden zu folgen oder ihm direkte Nachrichten zu senden – das schließt auch Retweets ein. Dabei möchte man jedoch höflich bleiben: Die betreffende Person erhält auch weiterhin keine Information darüber, dass sie ausgeblendet wird. Erst wenn sie versucht die Seite des entsprechenden Accounts aufzurufen, fällt auf, dass dies nicht möglich ist.

Twitter streitet ab, dass die Änderung etwas mit den jüngsten Vorfällen zu tun habe - wie etwa dem anti-semitischen Shitstorm, unter dem ein Redakteur der New York Times zu leiden hatte und dem Kurznachrichten-Service trotz stolzen 35.000 Followern daraufhin den Rücken kehrte. Anlässlich der Präsidentschaftswahlen machen viele User ihren zum Teil stark rassistischen Gedanken Luft. CEO Omid Kordestani sagte dazu, dass man für alle diese Stimmen Platz haben müsse. Die Konversation sei besser als Panzer und Truppen, die über die Straßen rollen.

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