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NFL Streams, QR-Codes, gelöschte Accounts - bei Twitter tut sich was

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Das Battle der Social-Media-Tools und Messenger-Apps um die besten Features geht weiter. Neben der Einführung von QR-Codes, um anderen User-Profilen zu folgen und der Präsentation einer neuen App, setzt sich der Kurznachrichten-Dienst Twitter jetzt verstärkt gegen rechtes Gedankengut ein.

Twitter for Android TV bringt den Live-Stream-Service aufs TV-Gerät

Sportbegeisterte hierzulande interessieren sich zunehmend für 'American Football', sodass sich Public Viewing längst nicht mehr nur auf das Mitfiebern bei Fußball-EMs und –WMs bezieht, sondern mittlerweile auch der Super Bowl massentauglich ist. Die Popularität des Sports scheint Twitter Anlass genug zu sein, um mithilfe der App "Twitter for Android TV" den eigenen Live-Stream-Service aufs TV-Gerät zu bringen.

Angesichts der vielen bereits existierenden Systeme, die sich schon längst etabliert haben, wie zum Beispiel Xbox One, Fire TV und Apple TV, ist allerdings fraglich, wie sinnvoll diese neue Applikation ist. Wer in den Play Store schaut wird feststellen, dass die Ankündigung der Android TV App nicht gerade einen Ansturm in puncto Downloads ausgelöst hat. Der finanziell notorisch defizitäre Social-Media-Dienst mit dem blauen Vögelchen hat allerdings weiter an der Update-Schraube gedreht und weitere Neuerungen umgesetzt.

Per QR-Code zum Follower werden

Für iOS und Android User gibt es ein weiteres neues Feature, um anderen Twitter-Community-Mitgliedern zu folgen: Einen einscannbaren QR-Code. Diese Option in den Einstellungen anzusteuern und zu öffnen, um das Smartphone einem potenziellen neuen Follower physisch unter die Nase zu halten, ergibt auch nach längerem Nachdenken nur wenig Sinn.

Ein Profil aufzurufen und den Follow-Button zu drücken hat schließlich keine Umstände bereitet. Somit ist die Sinnhaftigkeit der Entwicklung eines solchen Features für Twitter doch sehr fragwürdig. Vielleicht geht es einfach darum, Snapchat in nichts nachzustehen, da dieser ebenfalls QR-Codes nutzt.

Populismus adé? Twitter löscht Accounts

Gut zu wissen

Der Begriff "Alt-right" beschreibt eine rechte Bewegung in den USA, die eine alternative zu den konservativen Republikanern darstellen möchte. Zusammengeführt wurden ihre Unterstützer unter anderem durch den Wunsch Trump zum Präsidenten zu wählen.

Im Gegensatz zur neuen App und dem eingeführten QR-Code, fällt aus unserer Sicht vor allem eine Neuigkeit sehr positiv auf: Für manchen Vertreter rassistischer Ansichten hat es sich jetzt anscheinend ausgezwitschert, denn Twitter löscht die Konten von Mitgliedern, die ausländerfeindliche Volksverhetzung in radikaler Form betreiben.

Begonnen wurde mit den Usern, die der Alt-right-Bewegung angehören. So ist auch der Kopf des "National Policy Institute", Richard Spencer, nicht mehr in der Lage, seinen ehemals sogar mit einem blauen Häkchen verifizierten Account zur Verbreitung seiner rechtslastigen Meinung zu nutzen.

Our hateful conduct policy prohibits specific conduct that targets people on the basis of race, ethnicity, national origin, sexual orientation, gender, gender identity, religious affiliation, age, disability, or disease.

Twitter

Der nationalistisch gesinnte Blogger Paul Town ist ebenso unfreiwillig nicht mehr bei Twitter vertreten. Was viele Demokraten für gerechtfertigt halten dürften, heizt die Anhänger von Bewegungen im rechten Spektrum der Gesellschaft allerdings nur noch mehr an, sich als von den Medien unterdrückte Meinungsführer darzustellen.

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