Microsoft verstärkt Engagement gegen Mobing

Online-Mobbing: Microsoft richtet Beschwerdestelle ein

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Der IT-Konzern aus Redmond bietet den Nutzern von Xbox Live, Skype und anderen Diensten seit Kurzem die Möglichkeit, sich im Falle von digitalem Mobbing an den Konzern zu wenden. Was genau Microsoft im Fall der Fälle tatsächlich unternimmt, bleibt aber unklar.

"Wir werden unseren 'Notice-and-takedown'-Ansatz zum Entfernen verbotenen Contents weiter verfolgen."

Jacqueline Beauchere, Microsoft

Mobbing im Netz ist alles andere als ein neues Phänomen. Traurigerweise aber eines, das heute so aktuell ist, wie selten zuvor. Während sich hierzulande insbesondere im Fahrwasser der Flüchtlingswelle Hassbotschaften in sozialen Medien häufen, erhitzt jenseits des großen Teichs insbesondere die Gender-Debatte die Gemüter. Die Folge: Online-Diskriminierung, die buchstäblich unter die Gürtellinie geht.

Neues, umfassendes Formular online

Nutzer der Online-Dienste von Microsoft haben jetzt die Möglichkeit, diese sogenannten 'Hate Speeches' über ein Formular dem Konzern zu melden. Unter anderem will das Unternehmen denen helfen, die aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, Religion oder sexuellen Orientierung angefeindet werden. Für folgende Services kann der neue Dienst genutzt werden:

  • Docs.Com
  • OneDrive
  • Outlook
  • Skype
  • Sway
  • Xbox Live

Was dann? Konsequenzen wenig konkret

Allerdings macht der Konzern gleichzeitig deutlich, dass Microsoft sich vorbehält, wie genau mit den Meldungen verfahren wird. Auch werde es keine Rückmeldung oder Statusbenachrichtigung an den User geben. Rechtliche Schritte, so Microsoft, werden ferner ausdrücklich nicht unternommen. In einem Blog-Post ist lediglich von einer "angemessenen Reaktion" die Rede, die in einer Löschung des fraglichen Contents resultieren könnte.

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