Die Rettung für den leeren Akku?

PowerShake überträgt Energie zwischen Smartphones

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Mit PowerShake entwickeln Forscher der University of Bristol derzeit eine Technologie, durch die unkompliziert und kabellos Akku-Energie von einem auf das andere Smartphone übertragen werden kann. Die Entwickler versprechen: 12 Sekunden Aufladen ergibt Energie für eine Minute Gesprächszeit.

Für jeden Smartphone- und Gadget-affinen Menschen ist es, zumindest unterwegs, nicht weniger als ein Albtraum: Ein schneller Blick auf das Display offenbart, dass das Gerät nicht mehr lange durchhält, die Batteriestandsanzeige befindet sich schon im unteren einstelligen Bereich. Jetzt gilt es, schnellstmöglich an Energie zu kommen – doch woher soll man die nehmen, wenn das Ladegerät nicht zur Hand ist?

PowerShake: Akku-Energie einfach teilen

Der rasante technologische Fortschritt - besonders im Bereich der Smartphones - ist leider immer noch ein zweischneidiges Schwert. Denn wo Sony, Samsung, Huawei und Co bei der Entwicklung ihrer mobilen Alleskönner glänzen, kommen die Akku-Hersteller heute längst nicht mehr mit. Die Folge: Mindestens einmal täglich muss das Smartphone an die Ladestation – Tendenz steigend. Paul Worgan von der University of Bristol stellte mit PowerShake jetzt eine Technologie vor, die das Problem zwar nicht löst, es aber elegant umgehen könnte: Zwei Geräte, die genannte Technologie unterstützen, werden einfach aneinander gehalten und schon wird Energie von einem Gerät auf das andere übertragen.

Wie die Entwickler gegenüber Life Science berichteten, habe sich die neue Technologie selbst in kleinere Geräte implementieren lassen, gängige Sicherheitsrichtlinien seien außerdem stets eingehalten worden. In Experimenten habe sich herausgestellt, dass ein 12-sekündiger Ladevorgang einer zusätzlichen Gesprächszeit von etwa einer Minute entspricht.

Eine Kehrseite gibt es aber auch hier: Das Verwenden der kabellosen Technologie führt unterm Strich immer zu einem Energieverlust, nur etwa die Hälfte der übertragenen Energie kommt auch beim Empfänger an. Insofern könnte sich PowerShake wohl eher in Notfallsituationen als echte Alternative etablieren. Ob Nutzer die Technologie für alltagstauglich halten, wollen die Entwickler jetzt in einem nächsten Schritt mit Hilfe von freiwilligen Studienteilnehmern prüfen.

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