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Pulse: Twitch spendiert sich eine Prise Twitter

Foto von Michael Springer

von Michael Springer -

Twitch lebt von der Kommunikation – der direkte Austausch zwischen Streamern und Zuschauern hat die Plattform zu dem gemacht, was sie heute ist. Die soziale Komponente baut Twitch nun weiter aus: Der neue Social Feed 'Pulse' erinnert an Facebook oder Twitter.

Ein Sturm aus Kommentaren, GIFs, Memes, Trollen und Insider-Witzen: Besonders auf beliebten Twitch-Channels mutiert das Chat-Fenster schnell zum rasenden Post-Wasserfall. Während unerfahrene Zuschauer diese Informationsflut kaum zu durchdringen vermögen, ist sie doch untrennbar mit dem Erfolg der Streaming-Plattform verknüpft. Gerade die hohe Interaktivität, die unmittelbare Kommunikation zwischen Streamern und Zuschauern macht Twitch so beliebt.

'Pulse' erleichtert Kommunikation außerhalb von Streams

"Connections between streamers and viewers are part of what makes Twitch unique", erklärt Sheila Raju, Produkt-Managerin bei Twitch. Eben diese Verbindung möchte das Unternehmen nun stärken und gleichzeitig ein grundsätzliches Hindernis aus dem Weg räumen: Der Austausch bleibt bei Twitch größtenteils auf gerade aktive Channels beschränkt. Zuschauer und Streamer sollen jedoch auch dann kommunizieren können, wenn sie nicht gleichzeitig online sind. Möglich machen wird das der gestern offiziell vorgestellte Social Feed 'Pulse'.

'Pulse' - der neue Social Feed von Twitch

Die Oberfläche von 'Pulse' sieht aus wie eine Mischung aus Twitter und Facebook.  

Quelle: (Screenshot)  Twitch Blog 

'Pulse' - der neue Social Feed von Twitch

Die Oberfläche von 'Pulse' sieht aus wie eine Mischung aus Twitter und Facebook.  

Quelle: (Screenshot)  Twitch Blog 

Mit 'Pulse' bekommt Twitch eine "soziale" Startseite, wie wir sie von Facebook oder Twitter kennen. Dem Nutzer werden dort Beiträge von Freunden oder abonnierten Streamern präsentiert – von Highlight-Clips über Fotos und GIFs bis hin zu Sendeplänen oder Eventankündigungen –, auf die er mit beliebten Memes und Emojis reagieren kann.

Wollten sich Channel-Betreiber bis dato außerhalb der Sendezeiten an die Twitch-Community wenden, mussten sie auf die eher limitierten 'Channel Feeds' zurückgreifen oder gar auf andere Social-Media-Plattformen ausweichen. 'Pulse' soll diese Lücke schließen, um Zuschauer und Streamer näher an Twitch zu binden. Das neue Feature wird in den kommenden Tagen und Wochen sowohl für Desktop- als auch für Mobile-User weltweit ausgerollt.

Welches größere Ziel Twitch dabei verfolgt, macht die Tagline deutlich, mit der das Unternehmen 'Pulse' anpreist: "You may never leave Twitch again." Die Plattform soll – offenbar weit über das Streaming-Angebot hinaus – zu einer zentralen Anlaufstelle für Gamer und Gaming-Fans ausgebaut werden. Dass Twitch bald auch Spiele und DLCs verkaufen möchte, fügt sich dabei nahtlos ins Bild.

Ob dieser Plan aufgeht, hängt letztlich ganz davon ab, wie die User die neuen Angebote annehmen. Denn jede Social-Media-Plattform ist nur so stark wie die Zahl ihrer aktiven Nutzer. Was haltet ihr von 'Pulse' und dem Weg, den Twitch einschlägt?

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