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Remix? YouTubes kostenpflichtiger Streaming-Dienst in den Startlöchern

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von Dennie Beneke (@debeneke)-

Die Google-Tochter YouTube steht Berichten zufolge vor dem Launch eines eigenen Musik-Streaming-Dienstes. Intern wird der Name 'Remix' als Bezeichnung geführt, der zukünftig gegen die Platzhirsche Spotify und Apple Music antreten soll.

YouTube macht im Treiben um seinen neuen, kostenpflichtigen Musik-Streaming-Service offenbar Ernst und plant den Start für März 2018. Medienberichten zufolge soll sich die Videoplattform auf den Namen 'Remix' verständigt haben und sich bereits in fortgeschrittenen Verhandlungen mit den großen Musik-Labels 'Sony' und 'Universal Music' befinden - unterschriftsreif sei hingegen schon die Zusage von 'Warner Music'.

Die Musiksparte ist der mit Abstand erfolgreichste Bereich des Streaming-Dienstes

Schon im vergangenen Juli hatte sich YouTubes Head of Music, Lyor Cohen, gegenüber The Verge geäußert, dass diese Pläne im Raum stehen und sich 'Remix' aus den Sparten YouTube Red und Google Play Music zusammensetzen wird, um sich einen Platz am Musik-Streaming-Topf zu sichern. Damit reagiert das Videoportal auch indirekt auf die bereits seit Jahren schwelende Kritik von Produzenten und den Music-Labels, die sich einen größeren Anteil am Umsatz von YouTube erhoffen.

Kein Wunder: YouTubes Musiksparte ist die mit Abstand erfolgreichste

Ob hingegen die beiden Dienste, aus denen sich Remix speisen wird, als Stand-alone-Dienste bestehen bleiben ist ungewiss. Bislang hatte YouTube nicht so viel Erfolg wie Spotify oder Apple, seine Nutzer von den eigenen Bezahldiensten zu überzeugen. Kümmern wird es den deutschen Markt wenig, wenn diese Dienste verschwinden, denn vor allem YouTube Red schaffte es noch nicht einmal über den großen Teich zu uns – was man nicht hat, kann man auch nicht vermissen.

Ganz unerwartet kommt dieser Schritt nicht, wenn man sich den ohnehin schon fast unerschöpflichen Pool an Musikvideos vor Augen führt – vor allem, seitdem auch der deutsche Markt nach der teilweisen Beilegung des Lizenzstreits zwischen YouTube und GEMA nicht mehr vom Geo-Blocking betroffen ist. Die Musiksparte ist der mit Abstand erfolgreichste Bereich des Streaming-Dienstes und verzeichnet laut Bloomberg mehr als eine Milliarde Aufrufe pro Monat.

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