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Rolle rückwärts – YouTube Music Premium löst 'Red' als Musikstreaming-Dienst ab

Geschätzte Lesezeit: ca. 3 Minuten

Foto von Dennie Beneke

von Dennie Beneke (@debeneke)-

Mit 'YouTube Music Premium' nennt die Videoplattform das Kind nun endlich beim Namen und ersetzt am kommenden Dienstag 'YouTube Red' mit einem waschechten Musikstreaming-Dienst. Ob dieser gegen Platzhirsche wie Spotify und Apple Music ankommt, entscheidet nicht zuletzt auch das etwas teurere und mit Filmen sowie Serien gespickte Multimedia-Abo.

Während wir hierzulande höchstens erwartungsvoll über YouTubes Premium-Aboservice berichten konnten, stand 'YouTube Red' die letzten zwei Jahre lang vor allem Nutzern aus den USA zur Verfügung. Dort wollte die Video-Plattform mit neuem Format als Musik-Streaming-Dienst gegen Spotify oder Apple Music antreten und gleichzeitig mit Original-Shows a la 'Scare PewDiePie' – der Reality-TV-Show des YouTube-Stars – punkten. Zwar konnten Nutzer für 10 US-Dollar im Monat zudem auch Videos werbefrei konsumieren, den großen Hype löste das Angebot dem Anschein nach aber nicht aus.

Umso weniger überraschend ist nun die Nachricht, dass YouTube die Strategie ändert und am kommenden Dienstag eine Überarbeitung des bestehenden Streaming-Dienstes ausrollt. Zunächst nur in den USA, Mexiko, Australien, Neuseeland und Süd Korea verfügbar, soll 'YouTube Music Premium' – so nennt die Google-Tochter den neuen Dienst – in den nächsten Wochen auch europäischen Boden erreichen, darunter dann auch Deutschland.

YouTube Music Premium kommt mit neuer Smartphone- und Desktop-App

Preise von YouTube Music Premium und YouTube Premium

YouTube Red muss weichen, dafür startet die Videoplattform mit 'YouTube Music Premium' und dem erweiterten Abonnement auf 'YouTube Premium' am kommenden Dienstag seine beiden neuen Streaming-Modelle.  

Quelle:  youtube.googleblog.com 

Preise von YouTube Music Premium und YouTube Premium

YouTube Red muss weichen, dafür startet die Videoplattform mit 'YouTube Music Premium' und dem erweiterten Abonnement auf 'YouTube Premium' am kommenden Dienstag seine beiden neuen Streaming-Modelle.  

Quelle:  youtube.googleblog.com 

Mit YouTube Music Premium nennt die Videoplattform nun also das Kind beim Namen und veröffentlicht einen reinen Musikstreaming-Dienst, den Nutzer ohne Abo weiterhin kostenlos, dafür aber wie gewohnt mit Werbung versetzt abrufen können. Die kostenpflichtige Mitgliedschaft beläuft sich auf 9,99 US-Dollar im Monat und soll sowohl Video- als auch reine Audio-Tracks bereitstellen, um "tausende von Playlists", Alben, Künstlerradios, Remixe, Covers und Live-Versionen von über zwei Millionen Musikern unter einer Haube zu vereinen.

Zu diesem Zweck plant YouTube mit neuen Apps für das Smartphone und für den Desktop, um Abonnenten den Wechsel zwischen unterschiedlichen Diensten zu ersparen. Dabei bleibt die Beschreibung unkonkret – das Gestalten von eigenen Playlists soll aber ebenso möglich sein, wie der Download von Tracks zum offline Hören.

Zusätzlich schickt der Musikstreaming-Dienst einen personalisierten Startbildschirm ins Rennen, der sich dynamisch den Hörgewohnheiten des Nutzers anpasst und auf dieser Grundlage Musikempfehlungen vorschlägt.

Nicht neu, aber seit Spotify und Co. mit Algorithmus-Power immer neue Tracks in unseren Fokus spülen ein absolutes Must-have!

Einfach geht anders! Wirrwarr um Google-Dienste

Für uns immer wieder aufs Neue unverständlich ist das undurchsichtige App-Angebot von Google im Allgemeinen - denkt man nur an die zahlreichen Messenger- und Video-Dienste wie Google Allo, Duo, dessen Vorgänger Hangouts und dem SMS-Ersatz Google Chat. Gleiches setzt sich für unsere Begriffe in dem Dienste-Chaos von YouTube fort, denn neben YouTube Music Premium erscheint auch noch 'YouTube Premium' auf der Bildfläche - ein erweitertes Streaming-Angebot, dass zusätzlich zum Musikstreaming Serien und Filme anbieten wird. Dafür zahlt der Kunde dann noch mal zwei US-Dollar drauf.

Wer überdies bereits ein Abonnement bei Google Play Music besitzt (wir gehen davon aus, dass sich dies zunächst auf amerikanische Nutzer bezieht), bekommt den 'YouTube Premium Music'-Zugang quasi obendrauf - nicht aber YouTube Premium! Alles irgendwie nachvollziehbar, aber irgendwie auch nicht so leicht, wie es sein sollte.

Habt ihr Interesse an YouTubes neuem Musikstreaming-Service und seid schon gespannt auf den Rollout in Deutschland? Oder nervt euch das immer größer werdende Angebot einfach nur und ihr bleibt bei den Platzhirschen Spotify, Apple Music und Co.? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

Quellen: youtube.googleblog.com

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