Sicher ins Netz

Safer Internet Day: So fördert ihr die Medienkompetenz eurer Kinder

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Auf die Gefahren im Internet aufmerksam machen und Ansätze für mehr Sicherheit präsentieren - das sind die Ziele vieler Aktionen, die heute rund um den Safer Internet Day von Unternehmen, Institutionen und Organisationen stattfinden. Wenn es um die Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen geht, bildet eine solide Medienkompetenz den ersten Grundstein für ein sicheres Internet.

Infografik: Mediennutzung Kinder und Jugendliche

Jedes fünfte Kinde zwischen sechs und sieben Jahren benutzt ein Smartphone.  

Quelle: (Pressegrafik)  Bitkom 

Infografik: Mediennutzung Kinder und Jugendliche

Jedes fünfte Kinde zwischen sechs und sieben Jahren benutzt ein Smartphone.  

Quelle: (Pressegrafik)  Bitkom 

Was ist real und was Fiktion?

Jedes fünfte Kind im Alter von sechs bis sieben Jahren nutzt laut der Bitkom-Studie "Kinder und Jugend 3.0" mittlerweile ein Smartphone. Unweigerlich kommen sie mit dem Internet in Berührung und müssen sich schon früh damit auseinandersetzen, was in sozialen Netzwerken, auf YouTube, in Chaträumen oder Online-Games real ist, und was fiktiv.

Um Gefahren zu minimieren - beispielsweise durch Cybermobbing und Grooming (Kontaktanbahnung von Pädophilen zu Kindern) - ist die Fähigkeit der Kinder zur Unterscheidung wichtig, sowie ihr Bewusstsein für Gefahren zu schärfen.

Grooming-Fälle nehmen zu

Im Leitfaden "Mit diesen Tipps und Erklärungen machen Sie Ihre Kinder fit für einen sicheren Umgang mit dem Internet", fasst das Sicherheitsunternehmen Norton sinnvolle Hinweise zu Sexting, Grooming, Schadprogrammen und Pornografie zusammen. Der Leitfaden kann hier heruntergeladen werden. Bitkom hat ebenfalls eine Zusammenfassung grundlegender Empfehlungen herausgegeben, unterteilt nach Altersgruppen: www.bitkom.org.

In einem Interview mit Deutschlandradio Kultur sagt Thomas-Gabriel Rüdiger, seines Zeichens Kriminologe, zur Häufigkeit von Grooming: "Es gibt kein Kind, das im digitalen Raum aufwächst, das nicht mindestens einmal mit so einem Täter konfrontiert wird". Die Fallzahlen in der Polizei seien in den letzten fünf Jahren massiv angestiegen.

Smartphone-Sicherheit: Die wichtigsten Punkte im Überblick

Als Unterstützung für Eltern bieten diverse Initiativen weitere informative Anlaufstellen. Eine davon ist "SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht". Der Medienratgeber benennt unter anderem die folgenden Themenpunkte, zu denen eine gemeinsame Auseinandersetzung zwischen Eltern und Kindern stattfinden sollte, um die mobile Sicherheit zu erhöhen:

Sicherheitseinstellungen aufrufen und ändern

wissen, wann GPS, W-LAN und Bluetooth besser ausgeschaltet bleiben

eine Antivirenschutz-App nutzen und Anwendungen auf Datenschutzrisiken einschätzen

ein sicheres Passwort erstellen und dieses regelmäßig ändern

sorgsam mit eigenen, privaten Daten und denen von anderen umgehen

anfallende Kosten - etwa bei In-App-Käufen - durchschauen

vereinbarte Nutzungsregeln langfristig einhalten

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