Von 'deep house' bis 'bubblegum pop'

Skurrile Musik-Genres und Interpreten - Every Noise, die digitale Musiklandkarte

Geschätzte Lesezeit: ca. 2 Minuten

Foto von Dennie Beneke

von Dennie Beneke (@debeneke)-

Auf der Webseite 'Every Noise' finden Schatzsucher in Bezug auf Musik-Genres zahlreiche Stilrichtungen, die anhand eines Streudiagramms logisch miteinander verknüpft sind. Neben skurrilen Subgenres wie 'Wonky' oder 'deep free jazz' gliedern sich auch zahlreiche Künstler auf den entsprechenden Unterseiten der digitalen Musiklandkarte. Die Spotify-Datenbank gibt direkt Hörproben der Genres wieder.

Jedes Mal, wenn ich mich mit befreundeten Musikern über Bands und Songs unterhalte, kommen wir früher oder später an den Punkt, an dem wir heiß über Genres und deren Sinnhaftigkeit streiten. Als Laie interessiere ich mich mehr für Genres, um bestehende Musik in Kategorien einzuordnen. Für Musiker zeigen Genres eher Grenzen auf, die man aufzubrechen versucht - man lässt sich halt nicht gerne in Schubladen stecken.

Glücklicherweise gibt es mit 'Every Noise' eine Website, die meine Genre-Fragen beantwortet, wenn mich meine Kollegen nur noch mit verächtlichem Kopfschütteln wegen meiner Unwissenheit strafen. Kennt ihr beispielsweise den Unterschied zwischen 'british alternative rock' und 'alternative pop rock'? Oder, dass es Genres wie 'zapstep', 'wonky' oder 'heavy christmas' gibt? Nicht?! Dann findet ihr auf everynoise.com allerhand neuen Input für euren Musikgeschmack.

Digitale Musiklandkarte, die Genres auf everynoise.com  gruppiert

Auf der digitalen Musiklandkarte sortiert Every Noise über 1500 Genres logisch ein. Die Künstler der jeweiligen Stilrichtungen gibt die Karte ebenfalls aus.

Quelle: (Screenshot)  everynoise.com 

Digitale Musiklandkarte, die Genres auf everynoise.com  gruppiert

Auf der digitalen Musiklandkarte sortiert Every Noise über 1500 Genres logisch ein. Die Künstler der jeweiligen Stilrichtungen gibt die Karte ebenfalls aus.  

Quelle: (Screenshot)  everynoise.com 

Every Noise: Hörproben skurriler Genre-Gattungen

Every Noise wurde bereits 2013 vom Entwickler Glenn Mcdonald ins Leben gerufen und startete zunächst mit 500 Genres. Seitdem wächst das Streudiagramm aus Genres und Subgenres stätig und enthält zum jetzigen Zeitpunkt bereits über 1500 Stilrichtungen, die jeweils mit Titeln hinterlegt sind - ganz recht, ihr könnt euch zu jedem Gerne eine kurze Hörprobe gönnen. Darüber hinaus enthält jede Gruppe eine Unterseite, auf der sich alle Künstler wiederfinden, die mit dem Stil in Verbindung gebracht werden.

The calibration is fuzzy, but in general down is more organic, up is more mechanical and electric; left is denser and more atmospheric, right is spikier and bouncier

Glenn McDonald

Die Daten hinterlegt McDonald nicht selbst, sondern zieht diese auf Grundlage von Datenerhebung, Analysen und Algorithmen aus der Spotify-Datenbank. Mithilfe von künstlicher Intelligenz half McDonald seiner Datenbank auf die Sprünge, wenn es darum ging, Genres zu definieren und zu organisieren. Denn die Genres sind nicht nur gelistet, sondern auch logisch zueinander sortiert.

In einem Reddit-Kommentar gab der Entwickler an, dass er sich durchaus darüber im Klaren sei, dass die Sortierung hier und da ihre "dubiosen, unverhohlenen Fehler" habe. Diese nehme er allerdings gerne in Kauf, denn vordergründig möchte er das Entdecken neuer Stilrichtungen ermöglichen - keine einfache Aufgabe, die KI in dieser Hinsicht fehlerfrei zu trimmen, lässt er durchblicken.

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