Sicherheit unterm Weihnachtsbaum

Smartes Spielzeug: Avast gibt 7 Tipps, die euch vor Datenklau schützen

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von Dennie Beneke (@debeneke)-

Der digitale Sicherheitsspezialist Avast weist einmal mehr auf die Gefahren von vernetztem Spielzeug hin – gerade zur Weihnachtszeit haben diese wieder Hochkonjunktur. Zu diesem Zweck hat Avast 7 Tipps aus der Praxis formuliert, mit denen Eltern sowohl die eigenen als auch die Daten ihrer Kinder vor unliebsamen Dritten schützen können.

Vernetztes Spielzeug steht dieser Tage mal wieder ganz weit oben auf den Wunschzetteln der Kleinen. Smart sollen die Puppen sein, am besten personalisierbar, damit sie den Namen der beschenkten Kids durch ihre integrierten Lautsprecher wiedergeben können – dafür benötigt es nur eine E-Mail-Adresse, Passwort und das dazugehörige Konto auf der Website des Herstellers. Für andere darf es schon etwas agiler zugehen, am besten Dinos oder Roboter, die sich via Smartphone und integrierter Kamera steuern lassen – alles mit wenigen Klicks eingerichtet, sofern das Heimnetzwerk involviert ist.

Wenn man selbst die Gefahren erkannt hat, die (nicht nur) von smarten Spielzeugen ausgehen, raten die Sicherheitsexperten dazu, auch Kinder über Risiken aufzuklären.

Nur leider werden die Schwachstellen vernetzter Spielzeuge dabei viel zu häufig und unkontrolliert (weil unwissentlich?) in Kauf genommen. Vernetzte Gegenstände, die mit Kameras und Mikrofonen ausgestattet sind, ermöglichen – einmal gehackt – im schlimmsten Fall das Belauschen, beobachten und selbst das Kommunizieren mit den Kleinsten, direkt im Kinderzimmer.

Pünktlich zur Weihnachtszeit ist es deshalb auch Herstellern von digitalen Sicherheitsprodukten wie Avast ein Anliegen, noch einmal auf die Gefahren von ungenügend abgesicherten Spielzeugen hinzuweisen. Zu diesem Zweck veröffentlichte Avast eine Liste mit einfachen Sicherheitstipps, die es vor und nach dem Kauf zu berücksichtigen gilt, um den Verlust personenbezogener Daten zu vermeiden.

Avast hat 7 grundlegende Tipps für den Umgang mit smartem Spielzeug verfasst

Habt vorher ein Auge auf den Hersteller

Wer sich für einen Kauf von smartem Spielzeug entscheidet, dem hilft vorab der Blick auf den Hersteller. Ist dieser Bereits einmal mit Sicherheitsproblemen in Verbindung gebracht worden, sollte man sich eingehend informieren, wie sie diese Bedenken ausgeräumt haben. Zur Not rät Avast vom Kauf dieser Produkte ab.

Setzt euch mit den Funktionen auseinander

Neben offensichtlichen Sicherheitsbedenken durch äußere Einflüsse können auch die Datenschutzrichtlinien der Hersteller Grund zur Sorge liefern. Nehmt euch die Zeit und befasst euch mit Funktionen und den Berechtigungen, die ihr den Spielzeugen erteilt – am besten, ihr bezieht die Kleinsten gleich mit ein, um ihnen die Bedeutung des Datenschutzes näher zu bringen.

Vergebt sichere Passwörter

Schon oft gesagt, aber zum Bedauern der Betroffenen immer noch nicht flächendeckend in der breiten Bevölkerung angekommen, ist die Notwendigkeit von neuen und vor allem sicheren Passwörtern. Standardpasswörter austauschen und komplexe Verschlüsselungen aus Zahlen, Buchstaben und Symbolen wählen.

Mit diesen Tipps des BSI (Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik) erstellt ihr im Handumdrehen gute Passwörter.

Eine sichere Verbindung ist ebenso wichtig

Smarte Spielzeuge benötigen in der Regel eine WLAN-Verbindung oder nutzen die Schnittstellentechnologieren von Smartphones, um sich steuern zu lassen. Vor der Kopplung via Bluetooth verweist Avast unter anderem auf Verifizierungsschritte, damit Spielzeuge, deren Hersteller oder Dritte keine Standortdaten abgreifen können. Öffentliche WLANs sind in der Regel kein guter Ort, um ohne Schutz zu surfen – gleiches gilt für das leichtfertige Vernetzen von Spielzeugen.

Auch das Heimnetzwerk schützt nicht zwangsläufig vor Gefahren

Nutzer sollten ihre WLAN-Verbindung zwar unabhängig davon im Auge behalten, ob ein smartes Spielzeug ins Haus einkehrt oder nicht – allerdings könnte der Kauf eines neuen Produkts den Anlass geben, die Sicherheit erneut zu überprüfen. Eine aktuelle Firmware des Routers und ein neu generiertes, kryptisches Passwort sind demnach Pflicht, wenn die eigenen Daten verhältnismäßig geschützt sein sollen.

Verwendet aktuelle Sicherheits-Software

Natürlich lässt es sich der Hersteller digitaler Sicherheits-Software nicht nehmen, auf die eigenen Produkte im Kampf gegen Schwachstellen zu verweisen. Das ist auch dessen gutes Recht und sicherlich gibt man mit den Diensten von Avast keine schlechte Empfehlung, wenn das eigene Radar – die Achtsamkeit – einmal versagt. Grundsätzlich gilt: Antivirus-Software hilft dabei, Schwachstellen im eigenen Netzwerk aufzudecken und ist – vorausgesetzt die Aktualisierungen werden regelmäßig durchgeführt – ein nützlicher Schutzschild im Kampf gegen u.a. schlechte Update-Politik der Hersteller.

Die Kleinen aufklären und mitnehmen

Wenn man selbst die Gefahren erkannt hat, die (nicht nur) von smarten Spielzeugen ausgehen, ist es ratsam auch die Kinder über diese Risiken aufzuklären. Kinder wachsen bereits jetzt mit den Vorzügen des Internets auf und nutzen Smart-Devices zum Teil flüssiger als Erwachsene. Doch die Gefahren sind mitunter nicht bekannt, die zu unachtsames Handeln im Netz mit sich bringen. Auch der Umgang mit vernetzten Spielzeugen sollte demnach erklärt werden, um die Privatsphäre zu schützen. Zu Beginn empfiehlt Avast deshalb, dass Kinder smarte Spielzeuge zunächst unter Aufsicht zu testen, um den richtigen Umgang damit zu erlernen.

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