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Bis zu 99 Dollar Strafe

Smartphone-Verbot: Für Smombies wirds teuer in Honolulu

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Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Smombies, die auch im Straßenverkehr nur Augen für ihr Smartphone-Display haben, sind für unzählige Verkehrsunfälle in Honolulu verantwortlich. Der Bürgermeister der Stadt hat davon jetzt die Schnauze voll: Ab Oktober bekommt jeder, der beim Überqueren der Straße auf sein Smartphone schaut, eine saftige Strafe aufgebrummt.

Einige erinnern sich vielleicht noch an die Lichtsignale, die die Stadt Augsburg vergangenes Jahr an Fußgängerüberwegen installiert hatte, um Smombies vor heranfahrenden Straßenbahnen zu warnen. Auch die Stadt Honolulu im US-Bundesstaat Hawaii hat sich jetzt vorgenommen, Smartphone-Süchtige vor Verkehrsunfällen zu schützen - geht dabei aber einen etwas rabiateren Weg: Wer sich beim Überqueren der Straße beim Starren auf das Smartphone-Display erwischen lässt, soll künftig zur Kasse gebeten werden.

Honolulu hält einen traurigen Rekord

Wie Reuters berichtet, will die Stadt mit Beginn zum 25. Oktober bis zu 99 Dollar von sogenannten 'Smartphone-Zombies' verlangen. Wer zum ersten Mal erwischt wird, kommt mit 15 Dollar noch recht glimpflich davon, wer häufiger auffällig wird, zahlt den Höchstsatz. Notrufe sollen von dem neuen Gesetzt ausgenommen werden. Bürgermeister Kirk Caldwell begründet die neue Maßnahme mit der traurigen Erkenntnis, dass in Honulu mehr Fußgänger angefahren würden, als in den meisten vergleichbar großen Städten.

Aufgenommen wurde der neue Vorstoß bisher offenbar mit gemischten Gefühlen. "Kassiert dieses invasive Gesetzt wieder ein!", habe beispielsweise ein Bürger der Stadt schriftlich gefordert. Stattdessen solle die Stadt doch lieber Maßnahmen zur Verkehrserziehung auf den Weg bringen, damit sich die Strafverfolgungsbehörden um wichtigere Dinge kümmern können.

Auch bei uns im Büro hat das Smombie-Gesetz für allerhand Diskussionen gesorgt. Wäre so etwas nicht auch bei uns in Deutschland sinnvoll - ganz ähnlich wie mit den Handys am Steuer? Oder greift der Staat mit einem solchen Gesetz zu sehr in die persönliche Freiheit ein? Fest steht: mit einer derartigen Maßnahme würden sicher auch hierzulande einige Unfälle verhindert werden. Wie steht ihr dazu?

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