Zahlen statt stehlen

Streaming-Dienste nehmen Online-Piraterie Wind aus den Segeln

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von Dennie Beneke (@debeneke)-

Eine aktuelle Studie ging der Frage nach, wie sich der stetig verbesserte Zugriff auf Streaming-Dienste auf illegale Downloads auswirkt. Obwohl rund die Hälfte der Befragten angab, bereits Inhalte aus illegalen Quellen konsumiert zu haben, führen Streaming-Dienste wie Netflix zu einer Abnahme von Online-Piraterie.

Das illegale Herunterladen jedweder Form von Medien oder Programmen beschäftigt nicht nur die Gesetzgeber, sondern auch die Industrie. Für Produzierende ist schließlich nichts ärgerlicher, als zu wissen, dass sich andere an ihren Werken bereichern, ohne auch nur einen Cent dafür gezahlt zu haben. Deswegen gilt Online-Piraterie als Straftat und wird (je nach Schwere des Vergehens) abgemahnt oder schlimmer.

Piraterie wird nicht von Gesetzesbrechern angetrieben, sondern von Menschen, die Inhalte - die sie möchten - nicht einfach oder leistbar bekommen können.

Taryn Hamilton | Vocus Group NZ

Was also tun, um dem Einhalt zu gebieten? Etwa härtere Gesetze, höhere Strafen, Verteufeln des Internets und reglementieren, was das Zeug hält? Eine aktuell durchgeführte Studie im Auftrag des neuseeländischen Telekom-Konzerns 'Vocus Group NZ' hat aufgezeigt, dass man zunächst weiter an der Form der Bereitstellung schrauben könnte, um den Online-Piraten den Wind aus den Segeln zu nehmen. Denn durch die wachsende Popularität von Streaming-Anbietern wie Netflix, Spotify oder Amazon Prime zeigt sich, dass das illegale Downloaden in der Gunst der Nutzer sinkt, weil sie durchaus bereit sind, für Inhalte zu bezahlen.

Zahlen, wenn das Angebot stimmt

An der Befragung nahmen über 1000 Neuseeländer teil, die sich unter anderem zu ihren Sehgewohnheiten äußerten. Dabei kam heraus, dass zwar rund die Hälfte aller Befragten bereits ein oder mehrere Male Inhalte aus illegalen Quellen konsumierten, dies aber heute kaum oder gar nicht mehr tun würden. Nur 10 % der Befragen gaben an, dass sie heute noch gestohlene Inhalte schauen würden, dies in Zukunft aber deutlich abnehmen werde.

"Die Studie bestätigt, was viele Internet-Experten lange instinktiv vermutet haben: Piraterie wird nicht von Gesetzesbrechern angetrieben, sondern von Menschen, die Inhalte, die sie möchten, nicht einfach oder leistbar bekommen können", resümiert Taryn Hamilton, Consumer General Manager der Vocus Group NZ. Denn "der Grund, warum die Leute von der Piraterie abwandern, ist, dass das mehr Ärger macht, als es wert ist."

Auf der einen Seite stehen also die Risiken, auf der anderen Seite der Wunsch nach bezahlbaren und fairen Lösungen, um an die Objekte der Begierde zu gelangen. Je attraktiver und einfacher das Angebot zugänglich ist, desto weniger Gründe gibt es, die Medien illegal zu konsumieren.

Quelle: pressetext.com

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