Bitkom-Studie zum Sportkonsum im Web

Studie: Jeder Vierte schaut Sport im Netz

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Ob Live-Streams, Ticker oder Webradio: Sportübertragungen im Internet sind beliebt. Ein Viertel der Bevölkerung nimmt schon regelmäßig entsprechende Netzangebote wahr - mit stark abnehmender Tendenz im Alter. Gleichzeitig zeigen Studien, dass wir selbst immer unsportlicher werden.

Sport im Netz liegt im Trend

Kanpp ein Viertel der Deutschen verfolgt regelmäßig Sportevents im Internet – mit sinkender Tendenz im Alter. Dies ist eine Erkenntnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Verfolgen noch mehr als ein Drittel der 14- bis 29-jährigen Internetnutzer Sportevents – ob in Form eines Live-Tickers oder Video-Streams – regelmäßig im Web, ist es nur noch jeder Fünfte in der Gruppe der 50- bis 64-jährigen.

Von den über 65-Jährigen ist laut Studie nur rund jeder Neunte (11 Prozent) live dabei. Am liebsten nutzen die Deutschen dabei das heimische Smart-TV, um andere beim Schwitzen zu beobachten (62 Prozent). Nur jeder Vierte (25 Prozent) nutzt Tablets und jeder Fünfte (20 Prozent) Desktop-Computer oder Notebooks, um Live-Sport im Internet zu verfolgen.

Die beliebtesten Live-Übertragungen laut Bitkom sind Videostreams: 44 Prozent der Befragten nutzen kostenlose TV-Livestreams, wie etwa Übertragungen der öffentlich-rechtlichen TV-Sender. 28 Prozent geben an, Bezahl-Angebote für Live-Video-Streams von Sportereignissen zu nutzen. Textbasierte Online-Liveticker werden von 22 Prozent der Befragten genutzt. 13 Prozent hören außerdem Radioübertragungen über das Internet, um sich live über ihren Lieblingssport auf dem Laufenden zu halten.

Werden Deutsche deshalb zu Sportmuffeln?

Bleibt die Frage, ob die älteren Herrschaften ihre Sportereignisse stattdessen auf traditionelle Weise, also beispielsweise über das klassische TV oder das Radio verfolgen, oder ob die Deutschen Sport mit ansteigendem Alter schlicht zunehmend uninteressant finden. Dies geht nicht eindeutig aus der Befragung hervor. Eindeutig allerdings ist, dass hinsichtlich der Fitness der deutschen Bevölkerung insgesamt noch Luft nach oben besteht. Erst kürzlich veröffentlichte TNS Infratest eine Untersuchung mit dem Ergebnis, dass 50 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahren zu wenig Bewegung in Arbeit und Freizeit haben. Auch laut Statista fällt die Zahl der Sporttreibenden zwar langsam, aber stetig.

Unterdessen treibt die Telekom den Breitbandausbau voran - sei es mit dem Verlegen von Glasfaser oder dem Aufmotzen alter Kupferkabel mittels Vectoring. Anzunehmen ist, dass damit der Anteil der Couchpotatoes, die sich vor dem heimischen Smart-TV Sportevents im Netz anschauen, insbesondere in den bisher schlecht angebundenen ländlichen Gebieten noch weiter steigen wird.

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