Neues vom Firefox-Entwickler

Transparenz-Bericht von Mozilla: Der gläserne Entwickler?

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von Sven Schäfer (@kreativfrei)-

Für viele Nutzer rücken die Themen Sicherheit, Schutz der eigenen Privatsphäre und auch die allgemeine Transparenz der Unternehmen mehr und mehr in den Mittelpunkt. Daher verwundert es kaum, dass Facebook, Google & Co. schon seit einiger Zeit versuchen, den Usern mit mehr Offenheit zu begegnen. Diesen Weg hat nun auch der Firefox-Entwickler Mozilla eingeschlagen.

Dass Firmen wie Microsoft, Google oder auch Facebook zahlreiche Userdaten sammeln, dürfte mittlerweile jedem Nutzer bekannt sein. Was jedoch mit diesen Daten geschieht und wozu diese genau eingesetzt werden, bleibt trotz der von den Unternehmen angepriesenen neuen Offenheit leider noch immer häufig im Dunklen. Den Verantwortlichen im Hause Mozilla, dem Entwickler des beliebten Webbrowsers Firefox, scheint dieser Umstand nun auch bewusst geworden zu sein - wie der jetzt veröffentlichte Transparenz-Bericht für das vergangenen Jahr zeigt.

Echte Transparenz - oder doch nur Augenwischerei?

  • Mozilla Firefox

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In dem offiziellen Transparenz-Bericht 2015 geht Mozilla auf diverse Themen ein: welche Nutzerdaten werden gesammelt und wozu werden diese verwendet, gibt es Anfragen von Regierungen oder anderen Institutionen in Bezug auf die persönlichen Daten, was passiert bei Urheberrechtsverstößen - all das wird in dem Bericht, der ab sofort zwei Mal pro Jahr erscheinen soll, relativ ausführlich erklärt. Darüber hinaus beinhaltet der Bericht einen sogenannten FAQ-Bereich, der die häufigsten Fragen noch einmal näher beleuchtet.

Sicherlich ein großer Schritt in Richtung Offenheit dem Nutzer gegenüber, doch wie viel Transparenz steckt tatsächlich in solchen Unternehmensberichten? Diese Frage wird sich aus diversen Gründen wohl niemals zu 100 Prozent klären lassen, der Nutzer ist und bleibt also auf das Vertrauen in das jeweilige Unternehmen angewiesen. Wem die Aussage, dass "verschiedene private Daten ohne Weiteres herausgegeben werden" - beispielsweise weil es die Gesetzgebung so verlangt - nicht ausreicht, muss sich also entweder selbstständig auf die Suche nach konkreten Informationen machen oder bei dem jeweiligen Unternehmen direkt anfragen.

Alles in allem lässt sich sagen, dass der Weg, den Mozilla mit dem Transparenz-Bericht jetzt einschlägt, sicherlich für ein gesteigertes Vertrauen sorgt - doch bleibt zu hoffen, dass die zukünftigen Reports dieser Art noch ausführlicher werden und den Umgang mit den sensiblen Nutzerdaten noch deutlicher beschreiben. Außerdem dürfen wir gespannt sein, ob auch andere Unternehmen dem Beispiel von Mozilla folgen und in Zukunft auch häufiger mit offenen Karten spielen.

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1 Kommentar
ess
ess

Ich nutze es unter Windows. Es funktioniert gut und schnell (wenn man weiß, wo die Funktionen liegen).
Die Unterstützung von 4k-Bildschirmen ist bei dem benutzten Java bzw. Eclipse noch etwas mangelhaft.
Wie erfahren die Leser bzw. wie erfahren Sie von Updates, da das Programm kurz vor der Release-Version steht, die es dann mit Installer (Setup) und nicht nur als ZIP-Datei gibt.

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