Transparency Report

Twitter-Regeln verletzt - wie ein Netzwerk versucht sich sauber zu halten

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von Julius Zunker -

Zum Jahresende ist es bei Twitter an der Zeit den mittlerweile 13. 'Transparency Report' zu veröffentlichen. Generell dreht es sich darin um die Verfügbarkeit kritischer Informationen und Daten sowie Twitters Umgang mit rechtlichen Anfragen. Eigentlich war dieser Report zu Beginn nur für Regierungen und Behörden gedacht. Davon ist Twitter in den letzten Jahren aber deutlich abgewandert.

Twitter sieht sich oftmals mit Gerichtsbeschlüssen zur Verfügungsstellung von Nutzerdaten oder dem Löschen von Inhalten konfrontiert. Jedoch muss das Unternehmen mehr und mehr die eigenen Regeln, ganz abseits der Rechtssprechung diverser Länder, durchsetzen.

Grade letzterer Punkt hat es in sich. Seit dem letzten Report ist die Menge rechtlicher Forderungen an Twitter um 80 Prozent gestiegen. Gute 87 Prozent davon kommen ausschließlich aus Russland und der Türkei. strong textZusätzlich dazu sind im Jahreslauf die Anfragen zur Einsicht in Nutzerdaten, ob nun aus brandaktuellen Gründen oder laufenden Ermittlungen, um 10 Prozent angestiegen und erreichen somit den höchsten Stand seit Mitte 2015.

Twitter hält seine Hütte sauber

Wir fordern jeden Monat Millionen von potenziell spammenden Konten heraus und fordern zusätzliche Details wie E-Mail-Adresse und Telefonnummern zur Authentifizierung an.

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Twitter betonte, dass man durch diverse Automatismen bereits im Vorfeld darauf aus sei, kritischen Content zu vermeiden. Allerdings wird in Bereichen wie Hassrede, Kinderpornographie oder Drohung immer noch ordentlich nachgefiltert. Oftmals ist dies nur möglich, nachdem entsprechende Posts gemeldet wurden. Erschwert wird diese Arbeit jedoch durch die extrem angestiegene Menge von Falschmeldungen und Beschwerden, die schlicht in falsche Kategorien fallen.

Für das Unternehmen nimmt die Position 'Spam' im jährlichen Abschluss-Report einen ganz eigenen Absatz ein. Eines der erklärten Ziele von Twitter sei es, die eigene Plattform so spamfrei wie eben möglich zu halten. Laut eigenen Angaben hätten sich in der ersten Jahreshälfte 75 Prozent der unter die Lupe genommenen Accounts als tatsächliche Spam-Bots oder Vergleichbares herausgestellt.

Transparency Report richtet den Blick in finstere Abgründe

Abschließend hebt Twitter in seinem 'Transparency Report' mit 'Kinderpornographie' und 'Terrorismus' noch zwei Punkte hervor, die dem Unternehmen extrem wichtig sind - werden doch beide oftmals negativ mit ihm in Verbindung gebracht. In beiden Bereichen kann Twitter gemäß des Reports beachtliche Erfolge vorweisen. Dank eigener Tools werden Accounts schon bei geringen Anzeichen markiert, um später genauer unter die Lupe genommen zu werden. Fasst man beide Punkte zusammen, wurden auf diese Weise annähernd 800.000 Accounts entfernt.

Der Report zeigt deutlich auf, wie sehr Twitter bemüht ist, den schwierigen Spagat zwischen internationaler Rechtssprechung, eigenen Regeln und maximaler Nutzerfreiheit zu meistern - und wie sehr die Plattform trotz fortschrittlicher Tools noch immer auf die Mitarbeit aller User angewiesen ist.

Quelle: blog.twitter.com

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