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Verschwörungtheorien immer gesellschaftsfähiger?

Twitter: Verbreiten sich Fake News und Hassrede immer schneller?

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Spätestens seit den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten vor knapp zwei Jahren haben soziale Netzwerke alle Hände voll damit zu tun, ihre Feeds so gut es geht von Fake News zu säubern. Doch klappt das auch? Zumindest auf Twitter nicht, wie aktuelle Studien herausgefunden haben wollen.

Fake News, oder zumindest absichtlich verbreitete Lügen, hat es ja schon immer gegeben. In den sozialen Medien aber ging es selten so schlimm zu wie in den vergangenen zwei Jahren - immerhin beteiligt sich seitdem selbst der mächtigste Mann der Welt am Erfinden von Fakten, bevorzugt auf Twitter. Doch auch Otto-Normal-Twitterer sind nicht ganz unschuldig. Gerade nach Naturkatastrophen wird im Akkord Blödsinn geteilt, wie eine Untersuchung aus vergangenem Mai zeigt. Und wie es scheint, zeigt der Trend in Sachen Fake News auf Twitter weiter nach oben.

Die Interaktion der Nutzer mit Falschnachrichten ist gestiegen.

Forscher der New York University und der Stanford University wollen das jedenfalls jetzt herausgefunden haben, wie Pressetext berichtet. Demnach sei die Anzahl der Falschnachrichten in dem Netzwerk in den vergangenen zwei Jahren zwar insgesamt gesunken, die Interaktion der Nutzer mit selbigen aber gestiegen.

Twitter: 25 Prozent aller Links Junk News?

In eine ähnliche Kerbe schlagen Wissenschaftler des Oxford Internet Institute, die sich zehn Tage lang einen öffentlichen Feed angesehen haben und zu dem Schluss kamen, dass ein Viertel (!) der dort veröffentlichten Links sogenannte "Junk News" seien. Außerdem beunruhigend: Offenbar beschränkt sich die Interaktion mit derlei Inhalten nicht mehr nur auf einen bestimmten Kreis verblendeter Sonderlinge. Vielmehr würden Quatsch-Nachrichten - unter anderem zählen die Forscher "Breitbart News" und den "Daily Caller" dazu - vermehrt auch von "Mainstream-Konservativen" freier geteilt.

Mit dieser Methodik hat Twitter selbst allerdings einige Probleme. Genannte Rechtsaußen-Blätter passten nach Ansicht des Kurznachrichtendienstes jedenfalls nicht in die Schublade 'Junk News', gehörten nicht zensiert und sollten daher auch nicht Bestandteil der Statistik sein. Vielmehr seien sie "Medienunternehmen, die Ansichten innerhalb der amerikanischen Gesellschaft widerspiegeln", so Twitter laut Pressetext. Auch bemängele ein Sprecher, dass in der Forschungsarbeit nur ein öffentlicher Feed von Tweets verwendet würde, der nicht die Filterung widerspiegelt, die Twitter zum Entfernen von schädlichem oder Spam-Material verwende.

Quelle: Pressetext

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