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Informationsfluss wird beschnitten

UNESCO besorgt: Immer mehr Regierungen sperren unliebsame Inhalte im Web

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Foto von Dennie Beneke

von Dennie Beneke (@debeneke)-

Laut eines Berichts der UNESCO stand es schon mal besser um unsere Informationsfreiheit. Während immer mehr Menschen durch weltweite Vernetzung und den Zugriff auf Technik wie PC oder Smartphone auf freies Wissen zugreifen könnten, steigt gleichzeitig die Zahl der von Regierungsseiten verhängten Sperren dieser neu geschaffenen Informationskanäle. Meinungsfreiheit, wo bist du?

Wenn sich Staaten dazu entschließen, den Informationsfluss durch Netz-Blockaden zu beschneiden, sind gesellschaftliche Schäden vorprogrammiert. Zu dieser Schlussfolgerung kommt der UNESCO-Bericht "Freedom of Expression and Media Development", der sich insgesamt besorgt über die steigende Überwachung im Netz zeigt.

Obwohl eine immer größer werdende Personenanzahl Zugriff zu digitalen Content-Formaten bekommt, stieg 2017 gleichzeitig die Zahl der durch Regierungen veranlassten Internet-Blockaden - im Vergleich zu 2015 verzeichnete der Bericht einen Anstieg um satte 43 Blockaden auf insgesamt 61 weltweit.

Screenshot aus dem UNESCO-Bericht

Im UNESCO-Bericht verweisen die Autoren auf den Anstieg von legalen Internetsperren - auch solche, die aufgrund von blasphemischen Äußerungen oder wegen "Majestätsbeleidigung" verhängt wurden. Ein klares Indiz für einen Eingriff in die Meinungsfreiheit.

Quelle: (Screenshot)  unesco.de 

Screenshot aus dem UNESCO-Bericht

Im UNESCO-Bericht verweisen die Autoren auf den Anstieg von legalen Internetsperren - auch solche, die aufgrund von blasphemischen Äußerungen oder wegen "Majestätsbeleidigung" verhängt wurden. Ein klares Indiz für einen Eingriff in die Meinungsfreiheit.  

Quelle: (Screenshot)  unesco.de 

Informationsfluss auf Eis – auch Journalisten unter Druck

Vor allem in asiatischen Ländern zeigt der Bericht, der sich weltweit mit "Meinungsfreiheit und Medienentwicklung" befasst, einen Anstieg auf: Allein in Indien stellten die Autoren des UNESCO-Berichts 54 "Shutdowns" fest – elf weitere wurden in Pakistan veranlasst. Seit 2012 steigt darüber hinaus auch die Einschränkung der Meinungsfreiheit durch Massenüberwachung und die damit einhergehende Informations- und Kommunikationsbeschneidung für Bevölkerungsgruppen, die sich kritisch mit den gesellschaftlichen und politischen Themen ihres Umfelds auseinandersetzen wollen.

Auch Journalisten sehen sich dem Bericht zufolge mehr und mehr unter Druck. Eine mangelnde Unabhängigkeit von Medienhäusern und die zunehmende Verbreitung von Fake-News durch private Internetseiten und der zum Teil sehr eingeschränkten Transparenz im Umgange mit kritischen Stimmen bereiten den Autoren Grund zur Sorge. Allgemein schränken diese Umstände die öffentlichen Berichterstattungen ein und sorgen für ein Klima des Misstrauens und der Fehlinformation zum Vorteil von Gruppen.

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