Enzyklopädie

Video-Jahresrückblick aus Wikipedia-Sicht

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Von Schlag den Raab bis zum G8-Gipfel, von Daniela Katzenberger bis Barack Obama – alles was passiert und fast jede Person des öffentlichen Lebens taucht mit einem Artikel und diversen Querverweisen im Online-Lexikon Wikipedia auf. Ein Video zeigt uns auf kreative Weise einen Rückblick auf das Jahr 2015 – aus Wikipedia-Sicht.

Ein atmender, sich ständig entwickelnder Organismus

Vielleicht ist Wikipedia nicht die glaubwürdigste Quelle der Welt, aber sie zeigt, wie Dinge sich im Laufe der Zeit verändern und ist schneller auf dem aktuellsten Stand der Dinge, als es traditionelle Nachschlagewerke je könnten. Dabei gibt es nie einen Status Quo in Bezug auf den Inhalt, denn das kollaborativ gesammelte Weltwissen wird stetig ergänzt und das gleich in mehreren Sprachen.

Aktuell beinhaltet die digitale Enzyklopädie über 38 Millionen Artikel. Die Wikimedia Foundation zeigt in einem Video-Rückblick einige der wichtigsten Artikelbearbeitungen, die auf Ereignissen in 2015 beruhen, z.B. Bilder von Weltkulturgütern vor und nach der Zerstörung durch den IS. Das Video ist unter zu finden. Der Jahresrückblick zeigt deutlich, das Wikipedia die Chronik der Menschheit in einer einzigartigen Weise aufzeichnet.

Wikipedia als seriöse historische Quelle?

Im Januar 2001 ging Wikipedia in englischer Version online und wuchs in den folgenden Jahren exponentiell. „Die jetzigen Menschen sollen sich an die jetzigen Gründerjahre so erinnern, wie man heute an die Gründung der Bibliothek von Alexandria denkt“, so Jimmy Wales in einem Interview mit SPIEGEL ONLINE (2005). Ambitionierte Ziele, die sich zu bewahrheiten scheinen, denn gegenwärtig ist wikipedia.de auf dem 7. Platz der meistbesuchten Seiten Deutschlands (Platz 6 in den USA).

Immer wieder wurde das Online-Lexikon, das basisdemokratisch frei zugängliches Wissen sammelt, dafür kritisiert, dass es als Recherche-Quelle nicht seriös sei, da jeder Beiträge nach Belieben verfassen kann. Auch wenn Wikipedia als wissenschaftliche Quelle von vielen Universitäten abgelehnt wird, ist sie faktisch vorhanden: Studentische Arbeiten enthielten Nachweise, die bis zu 90 % aus der Online-Enzyklopädie stammen würden, so die Hamburger Historikerin Maren Lorenz.

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