Tech Support Scam besonders erfolgreich

Von wegen Digital Natives: Online-Betrüger haben leichtes Spiel bei Millennials

Geschätzte Lesezeit: ca. 1 Minute

Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Auf betrügerische Anrufer, die eure Passwörter und Kreditkarten-Daten haben wollen, fallt ihr nicht herein? Eine neue Studie von Microsoft besagt etwas anderes: Demnach waren drei Viertel der Deutschen, die durch die plumpe Masche viel Geld verloren haben, jünger als 38 Jahre.

"Alte Menschen haben ja sowas von keinen Schimmer vom Internet, von Computern und Technik im Allgemeinen. Kein Wunder, dass plumpe Maschen wie der Enkeltrick immer noch funktionieren." Leute in meinem Alter, die gerne mal diese oder ähnlich geistreiche Plattitüden vom Stapel lassen, dürften nach den neuesten Erkenntnissen aus einer internationalen Studie ziemlich kleinlaut werden: 76 Prozent derjenigen, die hierzulande von sogenanntem 'Tech Support Scam' finanziellen Schaden erlitten haben, seien demnach jünger als 38 Jahre.

Tech Support Scam: Sensible Informationen keinesfalls preisgeben

13 Prozent aller Befragten hätten sich bereits auf eine solche Betrugsmasche eingelassen, heißt es dort. Dabei ist Tech Support Scam eigentlich nicht weniger plump und vermeintlich leicht zu entlarven, wie der besagte Enkeltrick: Kriminelle geben sich als Service-Mitarbeiter von IT-Firmen wie Microsoft aus und fabulieren von Cyberproblemen oder technischen Schwierigkeiten, nur um dann nach Kreditkarteninformationen, Passwörtern und dergleichen zu fragen.

Die Deutschen sind im Vergleich zu 2016 leichtgläubiger geworden.

Microsoft

Microsoft, Auftraggeber der Studie, schreibt in einer Meldung, bei etwa einem Drittel der Opfer sei der Erstkontakt per Pop-Up-Fenster und Werbung hergestellt worden, circa bei einem Viertel per Umleitung zu einer betrügerischen Seite.

Ein weiteres Viertel sei auf eine Spam-Mail hereingefallen und 16 Prozent wurden sogar - ähnlich wie beim Enkeltrick - telefonisch kontaktiert.

Dass Nutzer ihre Kreditkarten-, Login- oder sonstige sensible Informationen niemals einfach so weitergeben dürfen, sollte man ja eigentlich heutzutage niemandem mehr auf die Nase binden müssen - insbesondere vermeintlichen Digital Natives nicht. Angesichts der erschreckenden Erkenntnisse aus der Microsoft-Untersuchung tun wir es hiermit aber dennoch.

Quelle: Microsoft

Sag uns deine Meinung!