Statements aus der Geschichte in Szene gesetzt

Weltfrauentag: Google gibt historischen und lebenden Aktivistinnen eine Stimme

Geschätzte Lesezeit: ca. 2 Minuten

Foto von Julius Zunker

von Julius Zunker -

Der Kampf um Gleichberechtigung dauert an, ein Ende ist nicht in Sicht. Am heutigen Internationalen Frauenkampftag, der auf eine über 100-jährige Geschichte der Entstehung zurückblicken kann, setzt Google auf seine ganz eigene Art ein Zeichen und lässt für Suchende internationale Frauenstimmen zur Wort kommen.

Weltfrauentag, Internationaler Frauentag, Frauenkampftag. Drei Begriffe, gemeint ist dasselbe: Ein Tag, der dem Kampf für die Gleichberechtigung der Geschlechter gilt. Einem Kampf, der heute leider noch immer so wichtig ist wie vor 100 Jahren. In der westlichen Welt gibt sich die "Männsch-Heit" zwar stets so aufgeklärt und offen, wie es dem einzelnen möglich ist, doch schnell enthüllen kontroverse Aussagen auch unter den vermeintlich aufgeklärten Individuen der Bauart "Mann" Erschreckendes. Spätestens erst kürzlich offen geführte Debatten um #MeToo sollten dies wieder einmal deutlich gemacht haben.

Der Kampf um gleiche Rechte dauert an

Solange es eben noch keine gleichen Gehälter gibt, Frauenquoten tatsächlich noch ein Thema sein müssen und Aussagen wie "schaut euch doch einmal den Rest der Welt an, hier geht es Frauen doch gut" tatsächlich von Mitmenschen als Argument ins Feld geführt werden, warum Frau (und Mann) sich mal nicht so anstellen sollten, wenn es um wirkliche Gleichberechtigung geht, solange ist jedes Aufzeigen von Gleichberechtigung wichtig. Nicht nur am Weltfrauentag. Das gilt leider auch für die grafisch schnell sehr einseitige Darstellung und Reduktion von weiblichen Charakteren in Games.

Doodle zum Weltfrauentag von Google

Google-Doodle zum Weltfrauentag: Die Zitate, von Frauen aus allen Teilen der Welt verfasst, sind hübsch in Szene gesetzt.  

Quelle:  Google 

Doodle zum Weltfrauentag von Google

Google-Doodle zum Weltfrauentag: Die Zitate, von Frauen aus allen Teilen der Welt verfasst, sind hübsch in Szene gesetzt.  

Quelle:  Google 

Google präsentiert Aktivistinnen - von Frida Kahlo bis Yoko Ono

Google hat für heute den Weltfrauentag genutzt, um auf ganz eigene Art mit dem Thema umzugehen. Wie für den Suchmaschinen-Giganten üblich geschieht dies in Form eines Google Doodles. Seit 1998 verändert das Unternehmen immer wieder grafisch das eigene Logo, um auf wichtige Geburtstage, Jubiläen oder Ereignisse hinzuweisen.

Zu Wort kommen hier 13 Frauen aus den unterschiedlichsten Bereichen: Musikerinnen, Pionierinnen des Frauenrechts, Malerinnen, Autorinnen, Sportlerinnen, Aktivistinnen, Diplomatinnen, Astronautinnen. Jede hat, entworfen von Gastkünstlerinnen, ihr eigenes Zitat in Szene gesetzt bekommen. Das Design des deutschen Zitats der 1904 verstorbenen Unternehmerin und Mitkämpferin in der Revolution von 1848, Emma Herwegh, stammt von Rosa Kammermeier. Abgespielt werden können die teilbaren Statements wie immer über den Play-Button im Zentrum des Google-Symbols über der Suchleiste.

Über einhundert Jahre Frauenkampftag

Ursprünglich entstand der Weltfrauentag übrigens auf der "Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz" 1910 in Kopenhagen. Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin schlug einen solchen Kampftag vor, allerdings ohne festes Datum anzuregen. Als Inspiration dafür diente ihr die Frauenbewegung innerhalb der Sozialistischen Partei Amerikas. Diese hatten 1908 einen nationalen Kampftag für das Frauenwahlrecht eingeführt. Der erste dieser Kampftage fand am 28. Februar 1909 statt und war ein Erfolg auf ganzer Linie. Den sozialistischen Vorkämpferinnen schlossen sich Aktivisten aus vielen Milieus an, darunter auch viele Suffragetten. Beispielhafte Szenen der frühen Kämpfe um Gleichberechtigung in den USA im späten 19. Jahrhundert ließen sich in 'Red Dead Redemption 2' miterleben.

Hier erfährst du mehr über: Google

Sag uns deine Meinung!