Neue Studie

Wissenschaftler messen Emotionen durch Mouse-Bewegungen

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von Sandra Eichhorn (@sandra_rockt)-

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Mouse-Bewegungen beim Surfen von der Stimmung des Benutzers abhängen. Von diesen Erkenntnissen könnten zukünftig vor allem Entwickler profitieren: Endlich werden sie in der Lage sein, den Grund für kurze Besuchszeiten zu erkennen.

Frustrierende Webseiten werden schnell weggeklickt

Jeder kennt sie, diese Websites: Unübersichtlich, langsam und umständlich aufgebaut. Da lässt der Frust nicht lange auf sich warten. Das ist nicht nur nervtötend für Benutzer, sondern auch schlecht für Seitenbetreiber – die Besucher werden die Seite nämlich schnell wieder verlassen. Das Problem: Entwickler wissen oft nicht, an welcher Stelle es hakt. Durch die Messung und richtige Interpretation von Mouse-Bewegungen könnten sie allerdings bald schon feststellen, wo der Hund begraben liegt.

Frustrierende Webseiten sind nicht nur nervtötend für Benutzer, sondern auch schlecht für Seitenbetreiber.

Die neuen Erkenntnisse stammen von Professor Jeffrey Jenkins (Brigham Young University Utah). Mit einem fiesen Trick hat er seine Probanden auf das richtige Frust-Level gebracht, um die Studie durchzuführen: Er ließ sie einen Online-Test unter Zeitdruck ausfüllen, der nicht nur sehr lange zum Laden brauchte, sondern sie auch nach jeder Frage wissen ließ, dass falsche Antworten auf niedrige Intelligenz hinweisen.

Anschließend wurden ihre Mouse-Bewegungen analysiert. Besonders interessant: Frustrierte Menschen neigen zu langsameren Mouse-Bewegungen. Die neue Technologie wurde schon von einem lokalen Startup patentiert. Jetzt arbeitet Jenkins daran, das Konzept auf Smartphones anzuwenden – wo eben nicht geklickt, sondern eher getippt und gewischt wird.

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