Angst vor Massenüberwachung

Zufall? ProtonMail verzeichnet mehr Nutzer nach Trump-Wahl

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Der Schweizer E-Mail-Verschlüsselungs-Dienst ProtonMail berichtet über eine Verdopplung der Nutzerzahlen just zum Zeitpunkt der Wahl Donald Trumps zum mächtigsten Mann der Welt. Co-Gründer Andy Yen spricht in Bezug auf Trump von einem "neuen Gesicht eines existierenden Privatsphäre-Problems."

Nach der Wahl des cholerischen Milliardärs Donald Trump zum US-Präsidenten machen sich offenbar viele US-Bürger Sorgen um ihre Privatsphäre. Anders ist es kaum erklärbar, dass der E-Mail-Verschlüsselungs-Anbieter 'ProtonMail' pünktlich zum Zeitpunkt des Wahlsiegs eine Verdopplung der Nutzerzahlen bemerkte. Dies teilte der Mitgründer des Schweizer Startups Andy Yen in seinem Blog mit.

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ProtonMail will neutral bleiben

Yen sieht zwar einen Zusammenhang zwischen der Wahl des Populisten zum US-Präsidenten und dem Anstieg der Popularität seines Dienstes, weist aber gleichwohl darauf hin, dass das Problem alles andere als neu sei: Besonders unter Obama habe es Fälle der massenhaften Überwachung von Online-Aktivitäten gegeben. "ProtonMail folgt der Schweizer Politik der Neutralität. Wir nehmen weder eine Position für oder gegen Trump ein", betont er.

VPN-Services nutzen, um sicher zu kommunizieren

Trump, so vermutet er, sei vielmehr ein Anlass für viele Bürger, erneut über Privatsphäre im Netz nachzudenken. Dieser gebe der Problematik lediglich ein "neues Gesicht". Privatsphäre im Netz sei unabhängig von der politischen Zugehörigkeit eine Angelegenheit, die jeden etwas anginge. Zur Verbesserung selbiger empfiehlt er neben ProtonMail ferner die Nutzung von alternativen Suchmaschinen und VPN-Services.

Zum Hintergrund: US-Präsidenten obliegt traditionell auch die Kontrolle über staatliche Sicherheitsorgane wie der NSA. Diese hatte unter dem Vorwand der Terrorabwehr schon in der Vergangenheit massenhaft die Online-Kommunikation von Menschen auf der ganzen Welt mitgeschnitten. Zieht man Trumps Aussagen zu Terrorbekämpfung, Immigration und unliebsamen Journalisten während des Wahlkamps heran, gilt es als nicht unrealistisch, dass diese Praxis ausgebaut wird. Mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wie sie ProtonMail anbietet, versuchen nun viele, sich dem Blick der Behörde zu entziehen.

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