Alles zum Thema Backup

Oft genug beschäftigen wir uns erst dann mit dem Thema Backups, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Wer den Verlust von wichtigen Daten schon einmal wegstecken musste, der weiß, wie viel Arbeit dadurch entstehen kann. Dabei ist die Datensicherung kein Buch mit sieben Siegeln. Windows, Macintosh, Android oder iOS – ein paar simple Einstellungen oder gut ausgewählte Software und ihr seid auf der sicheren Seite.

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Im Juli 2017 nutzten in Deutschland 27,3 Prozent aller User das Betriebssystem Windows 7, 32,6 Prozent verwendeten die neueste System-Version Windows 10. Insgesamt dominiert Microsoft mit einem Anteil von über 70 Prozent den Markt für Betriebssysteme (Angaben laut Statista). Kein Wunder, dass bei so vielen Privat- als auch Geschäftskunden "Bordmittel" zur Verfügung gestellt werden, die zusätzliche Software im Prinzip obsolet machen. Sofern es neben der reinen Datensicherung keiner zusätzlichen Funktionen bei der Synchronisierung bedarf.

Datensync mit den Bordmitteln von Windows

Der einfachste Weg führt zunächst ins Synchronisierungscenter, das am schnellsten über die Suche mit dem Begriff "Synchronisierung" zu finden ist. Die Einstellungen an denen ihr dort schrauben könnt, ermöglichen es euch, über den PC hinaus weitere kompatible Geräte zu vernetzen und eure Daten synchron zu halten. Wer sich nicht immer wieder mit dem Thema Backup beschäftigen möchte, aktiviert hier die nötigen Funktionen für das automatisierte Sichern von Daten.

Das Synchronisierungscenter eignet sich zum Beispiel dafür, Musikbibliotheken sowohl auf dem PC beziehungsweise Laptop als auch auf dem Mobilgerät auf dem gleichen Stand zu halten oder auch um mit Anderen gemeinsam an Dateien in einem Netzwerkordner zu arbeiten.

OneDrive: Komfortable Datensicherung auf allen Geräten

Wer Windows 10 nutzt, hat aller Wahrscheinlichkeit nach bereits einen Blick auf die Cloud-Datensicherung von Mircrosoft geworfen, die bei der Nutzung dieses Systems bereits vorinstalliert ist. Satte 15 GB Speicherplatz stehen Windows-10-Usern in der OneDrive-Cloud kostenlos zur Verfügung (Abonnenten von Office 365 sogar mindestens ein TB). Ein großer Vorteil: OneDrive läuft nicht nur unter Windows, sondern funktioniert auch auf Apple-Computern und über entsprechende Apps auf Android- und iOS-Mobilgeräten.

Besonders für Hobbyfotografen bietet das Microsoft-Angebot sinnvolle Funktionen, denn Fotos durchlaufen eine automatische Analyse, die dazu dient, Bildmaterial verschiedenen Alben zuzuordnen. Diese durchsuchbaren Ordner ersparen viel Zeit bei der Archivierung von Schnappschüssen. Darüber hinaus lassen sich verschiedene Dokument-Typen oder auch Song problemlos auf dem OneDrive ablegen und per Fernzugriff von jedem PC aus abrufen.

Um OneDrive als Backup-Instrument zu verwenden, müsst ihr in den Einstellungen festlegen, ob alle lokalen Dateien und Ordner automatisch mit den Daten in der Cloud synchronisiert werden sollen oder aber nur Bestimmte. Das Einstellungsmenü erreicht ihr über einen simplen Rechtsklick auf das OneDrive-Icon.

Zeitreise zum Wiederherstellungspunkt: Backup mit Time Machine

Das Apple-Äquivalent des Synchronisierungscenters ist 'Time Machine', eine vorinstallierte Software die in regelmäßigen, kurzen Zeitabständen alle Änderungen an Ordnern und einzelnen Dateien synchronisiert beziehungsweise sichert und für euch bei Bedarf im Nullkommanichts ein Backup erstellt. Time Machine ist problemlos zu bedienen und gerade für Einsteiger die einfachste Option, um in puncto Datensicherung vorzusorgen.

Mit Time Machine könnt ihr sogar eine Sicherungskopie der ganzen Festplatte erstellen, was vor allem dann nicht schadet, wenn ihr vorhabt das Betriebssystem zu wechseln. Zum Beispiel von OS X 10.10 Yosemite auf OS X 10.11 El Capitan. Normalerweise geht ein Systemwechsel zwar ohne Datenverlust vonstatten, aber für den Ernstfall (Inkompatibilität der Software, Update-Abbruch wegen Stromausfalls oder Akkusschaden) sollte man vorsorgen und grundsätzlich vor eine solcher "Operation" ein vollständiges Backup machen.

Software-Lösungen von Drittanbietern

Wenn euch die hauseigenen Optionen der Windows- und Macintosh-Systeme nicht zusagen, gibt es zahlreiche Software-Anbieter, die euch gerne weiterhelfen. Ob ihr euch dabei für Freeware wie 'MozBackup', 'Duplicati' und 'FreeFileSync' oder aber für kostenpflichtige Programme, zum Beispiel 'Backup Pro' von Ashampoo entscheidet, sei euch überlassen. Die Installation von verschiedenen Testversionen kann bei der Frage nach der richtigen Backup-Software hilfreich sein.

Bei der Auswahl der Software solltet ihr berücksichtigen von welchen Geräten ihr Daten synchronisieren möchtet und welche Cloud-Anbindungen euch die Programme bieten. Backup Pro bietet euch beispielsweise die Anbindungen zu OneDrive, Dropbox, Google Drive und vielen mehr. Außerdem ermöglicht euch das Programm eine komplette System-Wiederherstellung durchzuführen, zum Beispiel dann, wenn Ransomware zu Ausfällen geführt hat. Auch die Herstellung einzelner Partitionen oder lediglich einzelner Dateien ist relativ einfach zu bewerkstelligen.

Mobiles Backup mit Android-Apps

Falls euch die Cloud-Lösungen der Marktführer nicht zusagen, gibt es Apps, die mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen daherkommen. Da wäre beispielsweise 'Titanium Backup': Mit dieser Anwendung, die es sowohl in einer kostenpflichtigen als auch in einer kostenlosen Variante gibt, könnt ihr Apps inklusive deren Einstellungen sichern. Die angefertigten Backups erlauben eine komplette Wiederherstellung, inklusive Hintergründe, Widgets und Systemeinstellungen. Nachteil: Titanium Backup setzt Root-Rechte voraus.

'Helium' dagegen, kommt ohne Root-Rechte aus und punktet mit einer einfachen Bedienung und einem guten Design. Über diese App lassen sich Anwendungsdaten, WLAN-Kennwörter und Nachrichten abspeichern. Durch die Anbindung an diverse Cloud-Dienste, sind sicher verwahrte Backups kein Problem.

Noch umfassender könnt ihr Daten mit 'MyPhoneExplorer' von einem Android-Gerät auf einen Windows PC übertragen, um ein lokales Backup anzulegen. MyPhoneExplorer erlaubt den Datensync und die Wiederherstellung von Nachrichten, Apps und deren Einstellungen, Dateien, Kontakten, Terminen und Verzeichnissen. Darüber hinaus könnt ihr die Daten aus eurer Kontaktliste und dem Kalender mit denen in vergleichen, die ihr in Gmail, Outlook oder Thunderbird gespeichert habt.

Datentransfer mit iCloud und iTunes

Für mobile Devices aus dem Hause Apple bieten sich vorrangig zwei Möglichkeiten für das Erstellen von Sicherungskopien an: iCloud und iTunes. Die iCloud ist hervorragend geeignet, um Videos, Audiodateien oder Nachrichten zu speichern, während iTunes unter anderem das Sichern von Einkäufen aus dem App-Store und von Aktivitätsdaten übernimmt.

Ist die Backup-Funktion der iCloud im Einstellungsmenü aktiviert, werden eure Daten automatisch synchronisiert und ihr müsst euch nicht weiter mit dem Thema Backups beschäftigen. Allerdings solltet ihr euch merken, mit welcher E-Mail-Adresse ihr euer iCloud-Konto angelegt habt. iCloud kann übrigens auch mithilfe eines Clients auch auf Windows-Systemen installiert werden.

Möchtet ihr Daten von iPhones, iPads und iPods in iTunes sichern, könnt ihr diese Geräte mit einem PC verbinden auf dem ihr iTunes installiert habt. Dann wählt ihr den Reiter "Ablage" und "Geräte" an und findet darüber weitere Einstellungen für Synchronisation und Backup. Beide Varianten können problemlos gleichzeitig genutzt werden, der Vorteil bei der Nutzung von iTunes besteht darin, dass euch mehr Speicherkapazität zur Verfügung steht als in der iCloud.

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