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Cloud-Dienste sind gefragt: Sie vereinfachen die Synchronisation von Diensten mit Geräten wie Smartphones oder Desktop-PCs, bieten einen riesigen, ortsungebundenen Speicherplatz und erleichtern den Umzug von Daten. Viele Unternehmen setzen seit dem breitflächigen Zugriff auf das Potenzial der vernetzen Infrastrukturkomponenten – und das aus gutem Grund.

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Cloud-Dienste erlauben Zugriff auf Dokumente, Bibliotheken und Anwendungen

Spricht man im Internet- und IT-Zusammenhang von der 'Cloud', ist damit nicht die allseits bekannte Regenwolke gemeint, die uns in steter Regelmäßigkeit die Laune verhagelt. Vielmehr stellt die Cloud einen digitalen Raum für Anwendungen, Dokumente, Medien, Systeme oder Plattformen zur Verfügung. Sie ist eine Bezeichnung für IT-Infrastrukturen, also das Bereitstellen von Servern und den daraus resultierenden Infrastrukturressourcen wie Speicherplatz oder Rechen-Power, die durch Vernetzung ortsunabhängig genutzt werden können.

In dieser 'digitalen Wolke' finden sich unter anderem Anwendungen, Daten oder Medien, die ihr oder die Hersteller von Diensten wie beispielsweise Adobe oder Microsoft dort ablegen. Das Gute daran: Wenn ihr wollt, habt ihr von überall aus Zugriff auf wichtige Notizen, die Musikbibliothek oder den aktuellsten Kinofilm des Video-on-Demand-Anbieters – unabhängig vom Endgerät und dem Zugriff auf den lokalen Speicher am eigenen PC. Die Daten hängen sprichwörtlich in der Luft und können frei angesteuert werden – vorausgesetzt natürlich, ihr habt Zugriffsberechtigung.

Der ortsungebundene Speicherplatz ist in Zeiten des immer besseren Breitbandausbaus ein logischer Schritt, weg vom physischen Datenträger des lokalen PCs und hin zu einer systemübergreifenden Lösung, die nicht an einzelne Endgeräte gebunden ist. Selbst wenn man Fotos auf der mobilen Festplatte speichert und Smartphone-Kontakte lieber auf dem Gerät selbst hinterlegt, als auf Cloud-Speicherlösungen von Google oder Apple zu setzen – spätestens, wenn man soziale Dienste wie Facebook oder Instagram ansteuert, dort Fotos hochlädt und sie mit der Community teilt, nutzt man die Cloud-basierten Plattformen und Server der Dienste.

Clouds leisten Backup-Schutz und ersetzen den lokalen Speicher

Cloud-Dienste sind nicht selten systemübergreifend nutzbar und versprechen dem Nutzer neben dem Komfort einer digitalen Datenablage auch einen gewissen Schutz. Am Beispiel eines in der Cloud abgelegten Dokuments lassen sich die Vorteile gut runterbrechen:

Der Nutzer verfasst auf seinem heimischen PC ein Dokument für die Arbeit und lädt es nach Fertigstellung auf die Server des Cloud-Dienstes hoch – ein bekannter Dienst ist unter anderem der Filehoster Dropbox. Angekommen auf der Arbeit öffnet er über seinen Dienst-Rechner den Cloud-Speicher und zieht das Dokument auf die lokale Festplatte. Diese vereinfachte Darstellung ist nur eine Möglichkeit, auf Daten zuzugreifen, denn viele Cloud-Dienste oder spezielle Weblösungen ermöglichen außerdem den Zugriff auf online abgelegte Dokumente oder Multi-Media-Dateien in der Anwendung. Durch diese Funktionen sind Nutzer nicht einmal daran gebunden, auf allen weiteren lokalen Systemen gleiche Software-Lösungen zu nutzen, welche die Formatkompatibilität sicherstellen.

Server-Farmen bieten darüber hinaus auch einen gewissen Backup-Schutz, denn beim Upload werden Dateien gleich auf mehrere Server verteilt. Gibt ein Server den Geist auf, ist für den Nutzer dennoch sichergestellt, dass die Daten weiterhin abrufbar sind. Ganz im Gegensatz zum lokalen Speicher, denn wer seine Dateien dort nicht doppelt sichert – beispielsweise auf einem USB-Stick oder auf einer mobilen Festplatte – verliert schnell komplette Sammlungen an Fotos, Media-Dateien oder wichtigen Dokumenten. Alternativ schaffen auch Cloud-basierte Lösungen wie 'Daplie' als lokaler Speicher für den Heimgebrauch Abhilfe, wenn man fremdgeführten Servern von Anbietern nicht vertraut.

IT-Infrastruktur und Breitbandausbau ermöglichen Technologiesprung zur Jahrtausendwende

Mann zeichnet cloud Modell an eine durchsichtige Plexiglasscheibe

(shutterstock.com / arka38)

Cloud-Computing ist nicht erst in den letzten Jahren zum Hype-Thema geworden, denn bereits in den 1960ern standen erste Ideen im Raum, die Rechenleistung von damaligen Computern einer breiten Masse gegen einen Betrag zur Verfügung zu stellen. Allerdings konnten IT-Anbieter damals nicht auf die Ressourcen zurückgreifen, die heutzutage zur Verfügung stehen, um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Eine Grundvoraussetzung für die ersten rentablen Cloud-Rechenzentren stellte der flächendeckende Zugriff auf das Internet und die konsequente Weiterentwicklung der Glasfasertechnologie dar. Mithilfe dieser Technologiesprünge war es Unternehmen um die Jahrtausendwende erstmals möglich, IT-Anwendungen anzubieten, aus denen sich der Begriff Software-as-a-Service (SaaS) entwickelte.

Zunächst noch 'Application Service Providing' (ASP) genannt, ermöglichte das Netz eine zentrale Datenverarbeitung, wo Unternehmen und Nutzer Software-Produkte aus dem Internet anbieten und beziehen konnten. Doch auch dieser Technologiesprung konnte den Erwartungen noch nicht im benötigten Umfang gerecht werden. Erst durch die Erfindung der 'Multi-Tenant-Software-Architektur' stand die IT-Infrastruktur zur Verfügung, auf deren Grundlage Cloud-Dienste heute aufgebaut sind.

Davon ausgehend erklärt sich Cloud-Computing über ein Schichtenmodell, das in die Begriffe 'Infrastructure-as-a-Service', 'Platform-as-a-Service' und 'Software-as-a-Service' gegliedert ist (im Folgenden abgekürzt mit IaaS, PaaS und SaaS).

  • Das IaaS-Modell stellt Ressourcen wie Rechenleistung, Speicherplatz und Netzwerkleistung zur Verfügung. Auf dieser Grundlage kann der Anwender seine eigenen Systeme in der Cloud aufziehen und verwalten.

  • Das PaaS-Modell geht eine Stufe weiter, stellt neben den grundlegenden Cloud-Leistungen auch noch Entwicklerwerkzeuge und die Entwicklungsumgebung bereit, über die man den Zugang zu den wesentlichsten Ressourcen erhält. Außerdem bietet es neben den Infrastrukturkomponenten zusätzlich Verwaltungs- und Monitoring-Funktionen an.

  • Das SaaS-Modell bildet die Spitze dieses Pyramidenmodells, bei dem der Cloud-Service seine eigenen Anwendungen für die Nutzung bereitstellt. Nutzer, die auf SaaS zurückgreifen, können sich über das Netz mit cloudbasierten Diensten verbinden, beispielsweise E-Mail- oder Office-Tools.

Unter anderem stellt Google seine Cloud-Tools Nutzern bereit, hostet die Infrastrukturkomponenten und setzt eigene Systeme auf, um die Cloud-Dienste anzubieten. Der Suchmaschinengigant ist nicht auf Cloud-Anbieter angewiesen, weil er selbst Server-Farmen hostet und die Systeme betreut.

Firmen binden Nutzer durch die Cloud-Vernetzung an weitere Dienste

Im Alltag setzen bereits viele Nutzer auf die Vorteile, die sich aus der Cloud-Speicherung ergeben. Anbieter wie Google, Microsoft, Amazon oder Apple stellen Terabytes an digitalem Speicher bereit, um Anwender an deren Dienste zu binden. Im Zusammenspiel mit einem Microsoft-Account stellt Windows seinen systemübergreifenden Online-Speicher 'OneDrive' beispielsweise kostenlos auf Desktop-PCs und mobilen Geräten zur Verfügung. Das Web-Angebot ist eng mit den Office-Tools von Windows verzahnt und speichert alle Word-, Excel-, PowerPoint- oder OneNote-Dokumente online ab und ermöglicht das Aufrufen eben dieser direkt über den Browser. Allerdings wird auch Speicher irgendwann zum Kostenfaktor, weshalb OneDrive seinen kostenlosen Cloud-Speicher in der Basis-Version auf (im Vergleich) mickrige 5 GB heruntergebrochen hat.

Auch der Suchmaschinenriese aus Kalifornien stellt ergänzend zu seinen zahlreichen Web-Diensten 'Google Drive' bereit. Der Cloud-Dienst hat für Nutzer 15 GB kostenlosen Speicher in petto und mit seinen Google-Office-Produkten eine eigene Sammlung an Büro-Tools im Angebot, die sich mit einer Einladung gemeinsam bearbeiten lassen. Außerdem bietet Google Drive verbesserte Kompatibilität zu Formaten von Microsofts Office-Lösungen, um auch Windows-Nutzern ein alternatives Zuhause für ihre Dateisammlungen anbieten zu können.

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