Alles zum Thema Facebook

Facebook ist heute nicht mehr nur ein soziales Netzwerk, sondern einer der wertvollsten Konzerne der Welt. Mit über zwei Milliarden Nutzern monatlich, nimmt Mark Zuckerbergs Internetriese mittlerweile Einfluss auf Politik und Gesellschaft – und zwar weltweit. Der maßgeblich durch Facebook ermöglichte arabische Frühling war nur ein einzelnes Zeichen für den wachsenden Einfluss der Website und seiner Nutzer. Heute beteiligt sich das ehemalige Studenten-Startup an Forschung und Entwicklung, kauft Konkurrenten ein und gründet neue Startups.

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Facebook: allumfassend und umstritten

Facebook im Café

Facebook ist für viele Teil des Alltags geworden.  

Quelle: (Natee Meepian) Shutterstock.com

Facebook im Café

Facebook ist für viele Teil des Alltags geworden.  

Quelle: (Natee Meepian) Shutterstock.com

Als Mark Zuckerberg Facebook, damals noch "TheFacebook", im Jahr 2004 gründete, hatte er eine Online Community im Sinn, mit der sich seine Harvard-Kommilitonen auch über das Studium hinaus vernetzen konnten. Erst ein Jahr zuvor hatte er sich in die Datenbank seines Studentenwohnheims gehackt und die Bilder seiner Mitstudenten online gestellt – ohne deren Zustimmung. Der Grund? Jeder sollte abstimmen können, wer davon "heiß" sei und wer nicht. Diese Entstehungsgeschichte, zu der noch Querelen mit Kommilitonen über Ideenraub und gebrochene Versprechen hinzukamen, alarmiert Datenschützer bis heute. Immerhin hat es ein Hacker, der private Fotos zu seiner persönlichen Bereicherung gestohlen hatte, an die Spitze eines weltumspannenden Unternehmens gebracht, das heute über 500 Milliarden Dollar wert ist.

Facebook als Kontroverses Medium

Die Facebook Incorporation ist mit rund 20.000 Beschäftigten weltweit nicht nur ein großer Arbeitgeber, sondern auch ein politisch-gesellschaftlicher Influencer. Aufgrund der hohen Reichweite gab es diverse Vorfälle wie Morde, die live auf Facebook gestreamt wurden, reihenweise ideologischer Hasskommentare, unzählige Fälle von Cybermobbing und Verabredungen zu Straftaten oder Terroranschlägen. Kritisiert wird dabei nicht nur der zögerliche Umgang von Facebook mit diesen Problemen, sondern auch der Einfluss der Plattform. Mittlerweile gibt es so viele Nutzer und Gruppen, dass es kaum noch leistbar scheint, alles zu löschen oder zu kontrollieren, was gepostet wird. Viele Kritiker behaupten deshalb, dass mit Facebook ein unkontrollierbares Internet-Ungetüm entstanden sei, das sich jeder Kontrolle entzieht und ein Eigenleben entwickelt hat.

Facebook als soziales Netzwerk

Facebook beendet den App-Support für BlackBerry-Geräte

Der Kauf von Whatsapp: Facebook baut seine Vormachtstellung aus  

Quelle: (quka) Shutterstock

Facebook beendet den App-Support für BlackBerry-Geräte

Der Kauf von Whatsapp: Facebook baut seine Vormachtstellung aus  

Quelle: (quka) Shutterstock

Als soziales Netzwerk hat Facebook einen kometenhaften Aufstieg hinter sich. In so gut wie jedem Land hat es lokale Konkurrenten, wie hierzulande StudiVZ und SchülerVZ in die Bedeutungslosigkeit verdrängt. Einzig in Russland hält sich V-Kontakte wacker als Netzwerk Nummer 1 – was aber auch an den staatlichen Repressalien gegen US-Firmen wie Facebook liegen kann. Zuerst lebte es noch ausschließlich von den Profilen seiner Mitglieder, mittlerweile jedoch steht klar der Newsfeed im Fokus. Beim Durchscrollen der Neuigkeiten von Freunden, Lieblings-Stars, Gruppen oder Seiten steht aber längst nicht mehr bloß der lockere Zeitvertreib am Smartphone im Fokus. Vielmehr ist der Feed über die Jahre zu einem der wichtigsten Informationsmedien überhaupt geworden. Besonders jüngere Nutzer beziehen ihre Nachrichten beinahe ausschließlich aus ihrem Newsfeed und recherchieren kaum noch außerhalb von Facebook. Es handelt sich also um eine Art Internet im Internet, das von den Usern auch immer mehr für Messaging genutzt wird.

Kritik an Facebook: Datenschutz

Es ist kaum möglich "Facebook" zu sagen, ohne im gleichen Atemzug an "Datenschutz" zu denken - beziehungsweise den fehlenden Datenschutz. Denn es vergeht kaum eine Woche, in der nicht irgendein Datenschutzproblem gemeldet wird, irgendjemand geklagt hat oder irgendein Bußgeld verhängt wurde. Das Problem mit dem Datenschutz ist extrem komplex. Zum einen lebt ein soziales Netzwerk natürlich von den Daten seiner User, ohne die es keinen Content geben würde. Zum anderen ist Facebook ein amerikanisches Unternehmen, das dort weitaus lockereren Datenschutzgesetzen gegenüber steht als beispielsweise in Deutschland. Es handelt sich also um eine Plattform mit einheitlichem Aufbau, einheitlichen Funktionen in einer absolut uneinheitlichen Welt, in der jedes Land den Umgang mit Daten anders regelt. In Deutschland werden regelmäßig Verstöße gegen das Bundesdatenschutzgesetz gemeldet und mit Bußgeldern geahndet, was jedoch bis heute keine weitreichenden Konsequenzen hatte. Zu mächtig ist er geworden, der Konzern aus Menlo Park, der ein Werbeimperium geschaffen hat, an dessen Tropf viele Unternehmen hängen.

Facebook als Zukunftsgestalter

Mark Zuckerberg auf der F8

Mark Zuckerberg steht von Anfang an an der Spitze des Konzerns  

Quelle: Facebook-Newsroom

Mark Zuckerberg auf der F8

Mark Zuckerberg steht von Anfang an an der Spitze des Konzerns  

Quelle: Facebook-Newsroom

Mit der Zeit und wachsendem Erfolg hat sich Facebook immer mehr in den Vordergrund gespielt, wenn es um die Zukunft der Welt geht. So forscht es aktiv und mit viel Investitionskapital an künstlicher Intelligenz, als einer der zentralen Zukunftstechnologien. Zusammen mit Google gelten sie dabei als weltweit führend. Auch in den Bereichen von Virtual - und Augmented-Reality erheben sie einen Führungsanspruch und stellen regelmäßig neue Innovationen vor. Abgesehen von diesem technologischen Einfluss macht CEO Mark Zuckerberg auch seinen wirtschaftlichen Einfluss geltend, sitzt in mehreren Wirtschaftsgremien der USA, trifft regelmäßig die Staatenlenker der Welt und hat mit seiner Firma möglicherweise die letzte Präsidentschaftswahl beeinflusst. Ob ihm das bewusst war oder nicht – es zeigt, welches Gewicht Facebook in der Meinungsbildung hat.

Fazit

Facebook ist und bleibt zusammen mit Google an der Weltspitze der einflussreichsten und wichtigsten Webseiten, wenn nicht sogar Online-Medien überhaupt. Aus einem sozialen Netzwerk ist ein Internet im Internet geworden, das viele Nutzer gar nicht mehr verlassen brauchen. Mark Zuckerbergs Online-Imperium wird von fast jedem dritten Menschen auf der Welt genutzt und er wiederum nutzt diesen Einfluss, um die Zukunft mitzugestalten, sowohl technologisch, als auch politisch und gesellschaftlich. Immerhin ist ein Internet ohne Facebook für viele Menschen heute schon nicht mehr vorstellbar.

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