Alles zum Thema iOS

iOS ist der Name des mobilen Betriebssystems, das Apple seit 2010 einheitlich für das iPhone, das iPad, das iPad mini und den iPod Touch entwickelt wird. Apple-Produkte gelten als einsteigerfreundlich, komfortabel bedienbar und designtechnisch ausgereift – iOS-Geräte sind keine Ausnahme. Das erste iPhone hat 2007 den Weg bereitet für moderne Smartphones, wie wir sie heute kennen.

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Als der verstorbene, ehemalige Apple-Chef Steve Jobs im Jahre 2007 erstmals das iPhone vorstellte, ging ein Ruck durch die Tech-Welt. Während Smartphones dank winziger physischer Tastatur bis dato ungelenk wirkten, ging das iPhone neue Wege: Die Tastatur wich einem großen Display. Bedient wurde das Gerät primär über eine seinerzeit sehr fortschrittliche Touch-Steuerung. Was etwas mehr als ein Jahrzehnt später banal wirkt, war 2007 revolutionär.

Das iPhone machte das Smartphone außerdem zu einem Produkt für den gewöhnlichen Verbraucher. Frühere "intelligente" Mobiltelefone wurden an Businesskunden vermarktet, der Fokus lag auf dem Geschäftlichen: Telefonieren, Termine verwalten, E-Mails beantworten, Informationen austauschen. Diese Aufgaben erledigte auch das iPhone mühelos und elegant. Das iPhone blieb aber nicht nur Kommunikationsmittel, sondern wurde außerdem Unterhaltungsmedium: Musik hören, Videos anschauen, Fotos aufnehmen, Bilder teilen – Apple transformierte das Smartphone zum mobilen Computer mit Spaßfaktor, der komfortabler und intuitiver zu bedienen war als jedes Vergleichsprodukt.

Weiterhin ein Spitzenprodukt auf dem Mobile-Markt: iOS

So etablierte sich Apple mit seinen mobilen Geräten in der Spitzenklasse und scheint sich dort auch noch auf unbestimmte Zeit halten zu können. Mit Googles 'Android'-Betriebssystem steht iOS jedoch ein erbitterter Konkurrent gegenüber. Zumindest zahlenmäßig kann Apple im direkten Vergleich nicht mithalten: Rund 90 Prozent der Smartphones und Tablets laufen weltweit mit Android.

Beschränkt auf die großen Industrienationen zeigen sich jedoch andere Zahlen. Besonders in den USA, in Großbritannien oder in Japan kann iOS Marktanteile von 40 bis 50 Prozent vorweisen. Apples Geräte gehören zur Spitzenklasse der Mobile-Produkte, ihre Anschaffung ist dementsprechend kostspielig. Besonders in wirtschaftlich schwächeren Erdteilen greifen die Menschen daher im Regelfall zu Android-Geräten, die bereits im Einstiegspreissegment mit solider Technik locken.

iOS oder Android – eine Grundsatzentscheidung?

Die beiden größten mobilen Betriebssysteme unterscheiden sich teilweise auf elementarer Ebene. Für iOS – das damals noch 'iPhone OS' hieß – gab Steve Jobs persönlich bei der ersten Präsentation eine klare Zielsetzung vor: Ein iPhone sollte gleichzeitig sehr smart, aber auch sehr einfach zu bedienen sein. Dieser Maxime folgt Apple bis heute und das hat direkte Auswirkungen auf das Design und die Handhabung der iOS-Geräte.

Apple bietet mit iOS ein rundum feingeschliffenes Mobile-Betriebssystem, das mit einem konsistenten Design trumpft und eine reibungslose Nutzererfahrung in den Vordergrund stellt. Um mögliche Komplikationen zu vermeiden, beschränkt Apple in einigen Bereichen die Zugriffsberechtigungen des Nutzers – und nimmt ihm so häufig die Möglichkeit zur freien Entscheidung. Android ist in vielerlei Hinsicht wesentlich offener gestaltet, bietet deshalb aber auch mehr Stolpersteine.

(Fast) alles aus Apple-Hand

Der größte Vorteil der iOS-Geräte ist, dass Apple sie sozusagen aus einem Guss fertigt: Apple entwickelt das Betriebssystem, Apple gestaltet die Benutzeroberfläche und Apple lässt die passende Hardware fertigen. Das Resultat ist ein überaus stimmiges Smartphone-Design, das einer übergeordneten Vision folgt.

Anders als Android, dessen Design Hardwarehersteller wie Samsung, HTC oder Huawei das Design nach ihren Vorstellungen umformen, kann iOS eine durchgängige Nutzererfahrung garantieren. iOS 11 sieht auf jedem iPhone oder iPad gleich aus, während Android 8.0 Oreo je nach Hersteller anders daherkommt. Weil Apple diese Konsistenz wichtig ist, sind Individualisierungsoptionen oft begrenzt. Wer sein Smartphone frei nach seinen Vorstellungen umformen möchte, stößt bei iOS schnell an Grenzen. Der Homescreen erlaubt etwa nur sehr beschränkte Möglichkeiten zur eigenen Gestaltung.

iOS: Ein ganzes Apple-Ökosystem

Ob 'iTunes', 'iCloud', 'Apple Pay', 'FaceTime' oder 'iMessage' – die nativen Apps von iOS lassen sich problemlos untereinander vernetzen. Siri, die persönliche Assistentin und integrierte künstliche Intelligenz von iOS greift dem Anwender dabei unter die Arme. Im Vergleich mit Amazons Alexa oder dem Google Assistenten zieht Siri jedoch den Kürzeren – die Konkurrenz ist Apple in Sachen künstliche Intelligenz ein wenig voraus. Wer mehrere Apple-Produkte besitzt, kommt jedenfalls in den vollen Genuss des umfangreichen Ökosystems und kann seine Daten vom iPhone über das iPad bis hin zum MacBook synchronisiert und bequem nutzen. Weil alle iOS-Nutzer mit diesen vorinstallierten Apps starten, fällt auch die Kommunikation mit Freunden und der Familie nicht schwer – sofern sie denn ebenfalls mit iOS unterwegs sind.

So lässt sich der Erfolg von FaceTime und iMessage erklären: Beide Apps kommen mit dem Betriebssystem aufs Smartphone, sind ansprechend gestaltet und selbst für Smartphone-Einsteigern einfach zu bedienen. Je mehr Menschen im eigenen Umfeld auf iOS-Geräte setzen, desto attraktiver werden diese sozialen Tools. So erfüllt Apple seine selbsterklärte Mission: iOS ist smart und gleichzeitig einfach zu bedienen.

Dass Apple vieles aus einer Hand liefert, wirkt sich auch positiv auf die Systemupdates auf: Neue iOS-Versionen erreichen alle Geräte einer Generation gleichzeitig. Während Android-Updates häufig durch träge Implementierung seitens der Hardwarehersteller verschleppt werden, kann Apple seine iOS-Geräte ohne Hindernisse mit Bug-Fixes und Sicherheitsupdates beliefern.

iOS gilt als sehr sicheres Betriebssystem

Apples hauseigener App Store wird ein wenig strenger kontrolliert als der Play Store, das Pendant von Google. Da Apple Installationen aus anderen Quellen als dem App Store grundsätzlich blockt, sind Malware-Infizierungen auf iOS sehr selten. Alle gewöhnlichen, bekannten Apps sind darüber hinaus mittlerweile sowohl im App Store als auch bei Google Play verfügbar, die Auswahl ist bei beiden ähnlich – iOS-exklusive Apps wie die Foto-App Halide sind seltener geworden.

Die erhöhte Sicherheit ist bei iOS aber mit begrenzten Optionen erkauft. Wer Apps aus anderen Quellen als dem App Store installieren will, muss die von Apple eingebauten System-Sperren mit einem sogenannten 'Jailbreak' knacken – und verliert gleichzeitig die Herstellergarantie. Android gewährt dem User hier mehr Entscheidungsfreiheit, ohne ihn zum Handeln auf eigene Gefahr zu verleiten.

In letzter Zeit hat das Sicherheits-Image von Apple außerdem einige Risse bekommen. Der hauseigene Datenspeicher- und Filehosting-Dienst iCloud wurde zum Ziel, als Angreifer sehr private Fotos weltbekannter Schauspieler, Musiker und Sportler entwendeten. Immer wieder finden Sicherheitsforscher größere Lücken im iOS-System. Die Vorstellung vom bombensicheren iOS-Betriebssystem muss also ein Stück weit revidiert werden.

iOS zeigt oft Grenzen auf

Die diversen Limitierungen können schnell zum Störfaktor werden. Ein Beispiel: Während sich Android-Geräte ähnlich wie ein USB-Stick an Computer oder Laptop anschließen und komplett auslesen und beschreiben lassen, grenzt Apple den Zugriff stark ein. Dass iOS-Geräte dabei nur via Apples hauseigenem Thunderbolt-Kabel angesteuert werden können, hat sicherlich schon für einige graue Haare gesorgt. Im Netz kursiert immer wieder dieselbe Frage: Warum setzt Apple nicht einfach auf Micro-USB?

Letztlich steht das sinnbildlich für das gesamte iOS-Betriebssystem: Apple hat mit iOS ein feinsäuberlich zusammengestelltes und gestaltetes Software-Konstrukt erschaffen, dass die reibungslose Nutzererfahrung in den Vordergrund stellt. Apple gestaltet die Möglichkeiten nach eigenen Vorstellungen optimal – wenn der User andere Vorstellungen hat, sind ihm oft die Hände gebunden. Wer also mit dem glücklich ist, was iOS ihm von Haus aus bieten kann, der bekommt mit Apples iOS ein auf Hochglanz poliertes Produkt.

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