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Amazon Echo Dot im Praxistest: Cooles Gadget mit kleinen Schwächen

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Am 24. Dezember beginnt Amazon die neuen, heiß begehrten Devices Echo und Echo Dot auszuliefern. Wir haben das Echo Dot schon vor dem Verkaufsstart einigen praktischen Tests unterzogen und verraten euch, ob sich der Kauf lohnt.

Amazon Alexa-App Screenshot des Verlaufs

In der Alexa-App könnt ihr sehen, was Echo Dot empfangen hat. Wer Feedback gibt, wie gut der Sprachbefehl ausgeführt worden ist, hilft dabei, das Gadget zu verbessern.  

Quelle: (Screenshot) Amazon Alexa 

Amazon Alexa-App Screenshot des Verlaufs

In der Alexa-App könnt ihr sehen, was Echo Dot empfangen hat. Wer Feedback gibt, wie gut der Sprachbefehl ausgeführt worden ist, hilft dabei, das Gadget zu verbessern.  

Quelle: (Screenshot) Amazon Alexa 

Voller Vorfreude haben wir "Dottie" (neue Namensgebung durch die Redaktion) ausgepackt und über den mitgelieferten Netzadapter mit einer Stromquelle verbunden, denn Echo Dot, der kleine Bruder vom größeren Smart-Lautsprecher Echo, verfügt über keinen eigenen Akku. Der blaue Lichtring beginnt sich zu drehen und färbt sich nach einer kurzen Wartezeit orange - daraufhin begrüßt uns Alexa direkt mit einem freundlichen "Hallo".

Aus der Distanz: Hohe Klangsensitivität

Obwohl es bei täglichem Einsatz empfehlenswert ist, Echo Dot per Bluetooth oder via Audio-Kabel mit größeren und qualitativ hochwertigeren Lautsprechern zu verbinden, ist Alexa auch über die verbaute Audioausgabe sehr deutlich zu verstehen und die regelbare Lautstärke kann sich durchaus hören lassen.

In unserem Test hat sich Dottie weitestgehend klangsensitiv gezeigt – selbst aus einer Distanz von einigen Metern funktioniert die Aktivierung des Geräts mithilfe des Wortes "Alexa" problemlos. Es wird jedoch nicht jede Stimme gleich gut wahrgenommen – die Spracherkennung von weiblichen Tonlagen klappte im Test ein wenig besser. Beim Videodreh unseres Praxisberichts hat sich Echo Dot häufig selbst dann aktiviert, wenn das Wort "Alexa" mitten in einem beiläufigen Satz erwähnt worden ist.

Sowohl in der App als auch auf einem mitgelieferten Kärtchen werden Vorschläge für Sprachkommandos unterbreitet. Es funktionieren jedoch auch leicht abweichend formulierte Befehle. Letztendlich liegt es am User zu entdecken, was Alexa alles kann - schließlich würde das Wort-für-Wort-auswendig-lernen von "Zauberformeln" keinen Spaß machen. Auf manche intuitiv gestellte Fragen reagiert Alexa mit einer aussagekräftigen Antwort. Weiß sie nicht weiter, heißt es lediglich: "Das gehört zu den Dingen, die ich nicht weiß" oder "Ich lerne noch." Heiratsanträge lehnt Alexa übrigens ab.

"Skills" – Echo Dot mit Fähigkeiten ausstatten

Um das Device zu konfigurieren, steht sowohl im Play Store als auch im App Store die kostenlose Alexa-App zur Verfügung. Innerhalb dieser App hilft das Vornehmen diverser Einstellungen dabei, Alexa optimal nutzen zu können. Dazu zählt die Angabe des eigenen Standorts, zum Abrufen regionaler Informationen und die Verknüpfung mit diversen Konten. Zum Abspielen von Musik und Hörbüchern stehen aktuell die Plattformen Amazon Music Unlimited, Spotify, TuneIn und Audible zur Verfügung, wobei TuneIn ohne Registrierung genutzt werden kann. Unter dem Menüpunkt "Skills" sind Drittanbieter-Angebote zu finden, die bei Bedarf aktiviert werden können. Darunter Unterhaltsames, wie das Promi-Quiz des Gala Magazins oder schlaue Worte vom "weisen Helge". In der Kategorie "Bildung & Nachschlagwerke" findet sich eine kuriose Auswahl an Skills, darunter "Welt der Edelsteine", "Kognitive Verzerrung" oder "Bonsai Fakten" – es ist eindeutig zu erkennen, dass bereits einige Entwickler fleißig daran werkeln ihre Services mit Alexa nutzbar zu machen.

Lernbereitschaft: Alexa mit Feedback besser machen

Leider klappt – jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt – noch nicht jeder Skill gut. Das Abrufen von Telefonnummern und Adressen über "Das Örtliche" funktionierte auch nach mehrfachen Versuchen nicht einwandfrei. Andere Services, zum Beispiel von "Back Helferlein", ließen sich erst gar nicht per Sprachkommando öffnen.

Dazu sei gesagt, dass in der App immer angezeigt wird, welchen Sprachbefehl Alexa empfangen hat und der User wird gefragt: "Hat Alexa das gemacht, was sie wollten?" Wer mag, kann "Ja" oder "Nein" auswählen und mit Feedback zur Verbesserung der künstlichen Intelligenz beitragen, die stetig dazu lernt. An den Services wird also noch gefeilt.

Fazit: Für nur 59,99 Euro kann man nur schwer meckern - wir hatten viel Spaß mit dem Gadget und empfehlen es weiter! Zumal sich Alexa zukünftig weiter verbessern wird. Davon profitieren die User, ohne sich immer wieder ein neues Gerät kaufen zu müssen.

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