Geht auch ohne Maske!

10-jähriger Junge knackt iPhone seiner Mutter mit Face ID

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Foto von Benjamin Krämer

von Benjamin Krämer -

Nachdem erst kürzlich eine vietnamesische IT-Firma Face ID mittels einer Maske knacken konnte, gelang das jetzt offenbar auch einem 10-jährigen Jungen aus Indien mit dem iPhone seiner Mutter. In einem Youtube-Video demonstrieren sie den Trick, der sich übrigens auch beim Vater wiederholen ließ.

Erst vorgestern machte das Video aus Vietnam die Runde, indem ein IT-Forscher das neue iPhone X mithilfe einer selbst gebastelten Maske entsperrte. Ein kleiner Junge konnte den gleichen Trick mit seinem eigenen Gesicht wiederholen, wohlgemerkt bei beiden Elternteilen und bei gedämpftem Licht. Bei anderen Lichtverhältnissen funktioniert es nicht. Immerhin kostete der Spaß keine 150 Dollar, keine Woche Arbeitszeit und benötigte auch nicht das Vorhandensein eines 3D-Druckers. Dieser Fall ist nur ein weiteres Glied in der langen Kette, die den aktuellen PR-Gau Apples ausmacht. Erst im Oktober war bekannt geworden, dass der Konzern Face ID möglicherweise downgraden musste, um die Massenproduktion des neuen iPhones nicht zu gefährden.

Face ID sicher? Sicher nicht.

Klar, Apples vollmundiges Versprechen, Face ID sei noch sicherer als Touch ID, war von vorneherein kritisch hinterfragt worden. Gleich in der ersten Woche nach Veröffentlichung des neuen, ultra-teuren Smartphones machten sich verschiedene Tech-Redaktionen einen Spaß daraus, mit allerlei Tricks von Lichtverhältnissen über Fotos bis hin zu aufwendigen Masken, das System zu überlisten - oder es zumindest zu versuchen. Es gelang ihnen nicht und sie priesen das neue Feature schon als das nächste große Ding an.

Dann zeigten die Vietnamesen von 'Bkav', wie man es macht und nun ein Junge aus Indien. Auf die Sicherheit von Face ID sollte sich also niemand verlassen - noch ist es eine Spielerei. Da es aber auf einem künstlichen neuronalen Netz basiert, das noch neu ist, kann es durch fortlaufendes Lernen sich selbst verbessern. Face ID ist also ganz bestimmt noch nicht der heilige Gral der Smartphone-Sicherheit, kann es aber noch werden. Möglicherweise. Irgendwann.

Schon bei der Vorstellung des neuen iPhones versagte Face ID den Dienst, wie ihr hier nachsehen könnt:

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