IT-Spezialist deckt auf

111 von 200 der beliebtesten iOS-Apps bergen Sicherheitsrisiken

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von Benjamin Krämer -

Bei Apple gibt es keine Sicherheitsrisiken und Viren schon gar nicht – so oder so ähnlich präsentiert der Konzern aus dem Silicon Valley gerne seine Betriebssysteme. Ein Hamburger IT-Fachmann fand jetzt allerdings in 111 der 200 beliebtesten iOS-Apps gravierende Sicherheitsmängel.

Thomas Jansen ist Geschäftsführer einer Software-Firma und hat acht Jahre bei Apple gearbeitet. Anhand der beliebtesten iOS-Apps, wie unter anderem 'Shein' zeigte er jetzt, dass über die Hälfte der Top 200 unter Sicherheitsproblemen leiden. Dazu gehört unter anderem, dass die Entwickler Apples Richtlinien sanktionslos umgehen und damit Lücken hinterlassen. Beispielsweise war es Jansen problemlos möglich, Login-Daten inklusive Passwörtern offenzulegen – am heimischen PC mit ein paar Klicks.

Das Sicherheitsproblem ist die Datenübertragung

Von den betroffenen Unternehmen, die von Jansen angeschrieben wurden, behoben nur 5 die aufgedeckten Mängel

Problematisch ist dabei entwicklerseitig die Datenübertragung. Häufig wird hier wenig auf eine ausreichende Verschlüsselung geachtet, weshalb Hacker leichtes Spiel haben, wenn sie die Daten abfangen und auswerten wollen. Oft, wie im Beispiel von Shein, wird zwar die Datenübertragung verschlüsselt, aber nicht überprüft, woher das spezifische Server-Zertifikat kommt. Das heißt kurz ausgedrückt: Es findet gar keine Authentifizierung statt. Das macht es Betrügern besonders leicht, im Namen von Opfern einzukaufen. Apple äußert sich bislang nicht zu den Problemen.

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