Action wie bei Michael Bay

20 Jahre in einem Tweet: So haben Apple und Google die Welt verändert

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von Michael Springer -

Wenn eine animierte Infografik knapp 5.000 Retweets verbucht, dann hat sie offenbar einen Nerv getroffen. An zwei Dingen lässt sie jedenfalls keinen Zweifel: Die Welt wurde in den letzten beiden Jahrzehnten einmal auf links gedreht und niemand hat davon so sehr profitiert wie Apple.

Dass das Smartphone uns nie dagewesene Möglichkeiten zur Kommunikation eröffnet hat, ist eine Binsenweisheit. Dass wir immer noch nicht wissen, wie wir mit diesen Möglichkeiten am besten umgehen sollten, ist die nächste. All die Phrasen rund um den Siegeszug des Smartphones wurden zu oft wiedergekäut - sie sind zu Nicht-Aussagen verkommen.

Die von Twitter-User Jack Kosakowski veröffentlichte Infografik erreicht das Gegenteil: Sie macht den fundamentalen Wandel, den Smartphones angeschoben haben, und die Geschwindigkeit, mit der dieser Prozess unser Leben umkrempelte, sofort greifbar.

Diese Grafik zeigt, wie Apple und Google die Welt auf den Kopf gestellt haben

Dabei setzt sie auf einfache Mittel: Die Animation verfolgt, welche 15 Marken ab dem Jahr 2000 jeweils die erfolgreichsten der Welt waren, wie einzelne Marken aufstiegen, während andere immer mehr an Boden verloren. Dem Ganzen liegen Daten zugrunde, die die global tätige Markenberatung 'Interbrand' jährlich veröffentlicht.

Selbst der Auftakt sorgt für einige Überraschungen. Im Jahre 2000 führte Coca-Cola das weltweite Marken-Ranking an, dicht gefolgt von Microsoft. So weit, so unscheinbar. Doch schon auf den Plätzen dahinter finden sich Namen, die wir heute nicht mehr in der Weltspitze suchen würden: Ford, Marlboro, … Nokia? Die Zeiten haben sich geändert.

Im Jahre 2008 taucht am unteren Rand der Top 15 dann ein Name auf, den wir heute ganz sicher in der Weltspitze suchen würden: Google. Langsam, aber stetig arbeitet sich der Suchmaschinenriese nach oben, Kurs klar auf die Pole Position gerichtet. Was dann passiert, erinnert eher an Michael-Bay-Filme als an die Realität: Apple erscheint auf der Bildfläche und zieht in einem Tempo, das nur als raketenhaft bezeichnet werden kann, an Google vorbei und schießt an die Spitze, wo es sich bis heute hält. Wenn ihr je nach einer Visualisierung gesucht habt, die den Erfolg von iPhone, MacBook und Co. auf den Punkt bringt, dann dürfte diese Suche nun beendet sein.

Anschaulichkeit mit Abzügen in der B-Note

Das kleine Stück Internetgold hält noch mehr Geschichten bereit. Es zeigt, wie auch Amazon scheinbar unaufhaltsam wächst und wächst und Apple vielleicht bald vom Thron stößt. Wie auch Facebook und Samsung einen steilen Aufstieg hinlegten. Oder wie die Citigroup einmal ganz oben mitmischte - und dann 2008 von der Finanzkrise eingeholt wurde.

Vergessen sollte man bei alldem allerdings nicht, dass sich das Ranking auf Zahlen bezieht, die 'Interbrand' selbst errechnet. Zwar berücksichtigt die Beratungsfirma dabei verschiedene Faktoren (von Umsatz- und Gewinnzahlen bis zu Umfrageergebnissen), doch das Resultat kann letztlich keine Verbindlichkeit beanspruchen. Das Institut 'Millward Brown' etwa, das jedes Jahr eine ähnliche Analyse anfertigt, sieht nicht Apple auf Platz eins, sondern Google - die grundlegenden Tendenzen sind jedoch dieselben.

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