Malware-Plage auf Android

Android Malware kapert eure Smartphones um Kryptowährung zu minen

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von Benjamin Krämer -

Die schlechten Nachrichten für Android-Nutzer reißen nicht ab: In die aktuelle Malware-Plage reiht sich jetzt ein neues Problem ein, das von dem Malwarebytes-Team zufällig identifiziert wurde: Über Betrugsseiten minen die Hacker mit euren Smartphones die Kryptowährung Monero - und zwar mit voller Rechenpower.

Ein neuer Malware-Befall für Android-Phones schreckt aktuell Nutzer auf der ganzen Welt auf. Identifiziert wurde er von dem Malwarebytes-Team, das eigentlich gerade eine andere Kampagne des 'Malvertising' untersuchte - unter anderem Werbebanner, die nach einem Klick Schad-Software installieren. Während ihrer Untersuchung fanden sie heraus, dass es eine neue Form von eben diesem Malvertising gibt, bei dem die Geschädigten auf eine Website umgeleitet werden, auf der sie einen CAPTCHA-Code eingeben sollen. Bis sie das getan haben, wird mit ihrem System kräftig die Kryptowährung 'Monero' gemined.

Bei Monero handelt es sich um einen Coin, der für seine hohe Anonymität bekannt ist. Es gilt als unmöglich, Besitzer der mit 'XMR' abgekürzten Blockchain zu identifizieren. Es wird daher gemunkelt, das besonders das organisierte Verbrechen statt Geldwäsche mittlerweile in Monero investiert, um sein Geld zu parken.

Android Malware: Dauerhafter Schaden am System möglich

Die Werbebanner, mit denen auf eine von fünf Fake-Domains umgeleitet wird, warnen Nutzer vor angeblich "verdächtiger Surf-Aktivität" auf dem Smartphone und fordern dazu auf, einen CAPTCHA-Code einzugeben, um sich als Mensch zu identifizieren. Bis das geschieht, würde Monero gemined, um angeblich entstandene "Serverkosten" auszugleichen. Wenn der Code eingegeben wurde, stoppt es, doch bis dahin vergehen im Schnitt etwa vier Minuten - genug, um die CPU-Auslastung auf fast 100 Prozent ansteigen zu lassen und das System möglicherweise dauerhaft zu schädigen.

Malwarebytes empfiehlt allen Android-Nutzern, auch auf dem Smartphone entsprechende Sicherheitsprogramme wie eben Malwarebytes zu nutzen, um sich vor solchen Attacken zu schützen. Denn der anhaltende Hype um Kryptowährungen wird auch weiterhin zu ähnlichen Betrugswellen führen.

So sieht das Problem aus:

Malwarebytes Kryptobetrug

So sehen die Betrugseite (links) und die anschließende Systemauslastung (rechts) aus.

Quelle: (Screenshot / Malwarebytes)  blog.malwarebytes.com 

Malwarebytes Kryptobetrug

So sehen die Betrugseite (links) und die anschließende Systemauslastung (rechts) aus.  

Quelle: (Screenshot / Malwarebytes)  blog.malwarebytes.com 

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