Machine Learning mal anders

Katzenwesen aus der Hölle – zum Selbermachen

Foto von Michael Springer

von Michael Springer -

In einer neuen, interaktiven Web-App erstellt ihr eure eigenen haarigen Monster. Das Besondere: Ihr müsst dazu nur wenige Striche zeichnen – den Rest übernimmt eine Software, die dank Machine Learning aus simplen Eingaben komplexe Bilder errechnet.

Selten war es spaßiger, mit den Möglichkeiten von Machine Learning zu spielen: In einer interaktiven Demo hat ein Programmierer das Potenzial aktueller Software-Entwicklungen auch für Laien greifbar gemacht. Dem Tool genügen wenige Striche und Formen als Eingabe, um daraus realistisch wirkende Hauswände oder obskure Katzengestalten zu erzeugen. Die sehr unterhaltsame Web-App animiert zum Ausprobieren; sie basiert auf der Machine-Learning-Software Tensorflow und der Bildberechnungs-Technik pix2pix.

Mit Machine Learning generiertes Katzenwesen

Aus wenigen Strichen erzeugt die Software bizarre Katzenwesen.

Quelle:  Image-to-Image Demo 

Mit Machine Learning generiertes Katzenwesen

Aus wenigen Strichen erzeugt die Software bizarre Katzenwesen.  

Quelle:  Image-to-Image Demo 

Interaktive Bildübersetzung selbst ausprobieren

Wie das funktioniert? Stark vereinfacht ausgedrückt wird die Software mit einer großen Menge an Bildmaterial zu bestimmten Themen "gefüttert", etwa mit 2.000 Katzenbildern oder Fotos von über 137.000 Handtaschen. In diesen Grafikdateien versucht sie dann, wiederkehrende Elemente oder Muster zu identifizieren und zu "lernen", was die dargestellten Objekte verbindet, wie sie im Kern beschaffen sind, wie sie sich zusammensetzen. Diese grundlegenden Gemeinsamkeiten reduziert die Software anschließend auf einfachste geometrische Formen.

So wird eine Hausfassade durch verschiedenfarbige Rechtecke repräsentiert, von einer Katze bleiben nur die Umrisse übrig. Bizarr wird es, wenn man den Spieß schließlich umdreht: Aus einer Strichzeichnung soll die Software – mit dem vorher antrainierten "Wissen" – wieder eine Katze "bauen". Dabei entstehen witzige bis gruselige Wesen, die der Autor der Web-App treffend als "katzenfarbige Objekte" bezeichnet.

Probiert das Tool aus und zeigt uns eure Kreationen! Unter dem Hashtag #pix2pix werden auf Twitter schon fleißig Monster geteilt.

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